| Aktuelle Konzertkritiken |
| CD-Neuerscheinung November 2008
Daniel Müller-Schott und Angela Hewitt haben Beethovens Cello Sonaten Vol.1 - Op.5 No.1 und No.2 sowie op. 69 – für Hyperion Records eingespielt. Der „Telegraph“ prämiert die Neuerscheinung zur CD der Woche! |
| Deutscher Cellist verleiht Elgar eine ausdrucksvolle
Stimme
Kann ein Instrument mit der menschlichen Stimme in puncto Ausdruck und Resonanz konkurrieren? Daniel Müller-Schott plädierte auf überzeugende Weise für das Cello, als er Freitagabend gemeinsam mit dem Kansas City Symphony Orchestra im Lyric Theatre gastierte. Das ausdrucksstarke Medium war Edward Elgars Cellokonzert in E-Moll, ein Werk, das in den tristen Jahren nach dem Ersten Weltkrieg in England komponiert wurde. Der deutsche Cellist spielte sein Instrument mit einem reichen, singenden Ton, der sich im hohen, mittleren und tiefen Register von beeindruckender Gleichmäßigkeit und Sicherheit auszeichnete, ... Die Musik, insbesondere der erste Satz, ist von nachdenklichem, oftmals grüblerischem Charakter, mit rezitativartigen Passagen für das Cello, begleitet von einer pointilistischen Orchestrierung. Es folgen mitreißende orchestrale Themen, die einem das Herz schmelzen lassen. Die virtuosen Abschnitte wurden mit sicherer Technik gewandt gemeistert, wie von einem Musiker dieses Niveaus zu erwarten war. Überraschend war jedoch, dass Müller-Schott, kaum älter als 30, die Müdigkeit des Komponisten, die er der Welt und sich selbst entgegenbrachte, auf so überzeugende Weise Ausdruck verlieh. Musikdirektor Michael Stern dirigierte leidenschaftlich mit fließenden Tempi und mit Pathos. Das Orchester reagierte auf bewundernswerte Weise mit forschen Einsätzen, großer Ausgewogenheit und fabelhafter Stimmung. (Timothy Mc Donald, The Star, 18. Oktober 2008) |
| Melancholische Poesie
Bei Schostakowitsch mit dem wiederum großartigen Daniel
Müller-Schott als Solisten bedeutete dies in den Ecksätzen
eine latente, nie aufdringliche Motorik, nicht zuletzt beim insistierenden,
doch jede Üppigkeit scheuenden Soloinstrument: Man spürte
bei Müller-Schott wie bei Kreizberg und dem Orchester die
bisweilen brennende Hingabe, in der dennoch die Kontrolle nicht
verloren ging. Wundervoll dazwischen der „Mahler-Satz“,
das Moderato in seinem ruhigen, nie schleppenden Fluss, bestechend
in der melancholischen Poesie und deren unwirklichem Klang. (Frankfurter
Neue Presse, |
| Stark zu dritt
Man merkt es den drei Künstlern an, dass ihre Kooperation mehr als eine Zweckgemeinschaft darstellt. Julia Fischer, Cellist Daniel Müller-Schott und Yakov Kreizberg sprechen eine gemeinsame Sprache. (Frankfurter Neue Presse, 22. September 2008) |
| Tradition der Totenehrung Eine spontane Frankfurter Gedenkfeier für Mauricio Kagel Es schien naheliegend, die Aufführung des Trios für Klavier, Violine und Violoncello Nr.2 von Schostakowitsch dem Andenken Mauricio Kagels zu widmen: der Tod des Komponisten war wenige Stunden vorher bekannt geworden. … Berührend, wie die drei jungen Musiker nach einer wahrhaft ergreifenden Interpretation, nach dem Ersterben des letzten Pizzicatos … einander stumm umarmten, …. Während ihrer Darbietung hingegen hatten Kreizberg, Fischer und Müller-Schott sämtliche Register einer schier grenzenlosen Ausdrucksvielfalt gezogen – vom beklemmend trostlosen Flageolettbeginn über die furchteinflößenden Aggressionsschübe eines Teufelsscherzos bis zum gewaltig expandierenden, fast explosiven Espressivo-Höhepunkt mit dem plötzlichen Umschlag in jenen Tonfall, den auch der Beginn gekennzeichnet hatte … Begonnen hatte der denkwürdige Abend kaum weniger hingebungsvoll: Haydns Zigeunertrio … wurde von den drei Künstlern nicht gerade auf die leichte Schulter genommen. Zwar klang die Musik insgesamt tänzerisch beschwingt, nie pastos, doch spürte man in jedem Takt eine in jedem Detail sorgfältig modellierte Themencharakteristik. (Harald Budweg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. September 2008) |
| Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: Anne-Sophie Mutter und Daniel Müller-Schott in Redefin Eine klassische Landpartie Mehr als ein Dutzend Konzerte bestreitet Daniel Müller-Schott diesen Sommer, und eines der für ihn persönlich wichtigsten war der Auftritt mit seiner Mentorin Anne-Sophie Mutter in Redefin am Sonnabend. Vor vier Jahren hatte er schon einmal in Paris das Doppelkonzert von Johannes Brahms mit ihr spielen dürfen. Und wie vertraut der Weltstar mit dem jungen Cellisten umging, verriet allein die Geste, dass sie ihm das eigene Taschentuch reichte, damit er die auf sein Cello gefallenen Schweißtropfen trocknen konnte. Beide Solisten entschieden sich für eine reduzierte Dramatik, formten die Details dafür aber ungemein transparent, derweil der russische Dirigent Dimitrij Kitajenko mit dem aus Mitgliedern der Münchner Philharmoniker bestehenden Philharmonischen Festspielorchester München große Ruhe, aber auch exquisite Klangschönheit walten ließ. ... Lächeln und Begeisterung las man auch auf den Gesichtern der über 3000 Zuhörer, denen der Weg ins Landgestüt Redefin nicht zu weit gewesen war. (Helmut Peters, Die Welt 21. Juli 2008) |
| Das Tripelkonzert für Klavier, Geige und Cello gleicht mit Länge aus, was ihm an Bedeutung fehlt. Die äußerst hörenswerte Geigerin Julia Fischer, die wie der leidenschaftliche Cellist aus Deutschland stammt, bildete mit ihm und dem amerikanischen Pianisten Jonathan Biss ein junges, bezauberndes Trio. (Daily Gazette, Tanglewood 14. Juli 2008) |
In der Vergangenheit waren die Solisten für das Tanglewood-Triokonzert, eine Art Beethoven Experiment, für gewöhnlich die Mitglieder des Beaux Arts Trios. Und genau darin liegt der Unterschied: So ausgezeichnet die Beaux-Arts-Musiker auch sind, im Grunde genommen sind sie Kammermusiker. Das Trio am Freitag setzte sich aus erfahrenen Solisten zusammen, die es gewohnt sind, große Räume mit Klang zu füllen, selbst wenn die „Music Shed“, die große Musikhalle in Tanglewood, für eine korrekte Balance schlicht zu groß ist. Fischer und Müller-Schott, die in Tanglewood ihr Debüt gaben, sind Deutsche; Biss ist Amerikaner. Aus den Reihen des Boston Symphony Orchestra war zu erfahren, dass sie zuvor noch nie zusammen aufgetreten waren. Man hätte es nicht gewusst, angesichts des Lächelns, das sich nicht nur abwechselnd auf den Gesichtern der Streicher zeigte, sondern von dem auch die Musik erfüllt war. Dank der spielerischen Unterstützung eines reduziertes BSO, dem Haitink eine bemerkenswerte Klarheit entlockte, glitt der erste Satz im gemächlichen Tempo dahin, seine Struktur bewahrend. Der kurze langsame Satz – kaum mehr als eine Überleitung zwischen den schnellen Sätzen – wurde durch die Eleganz von Müller-Schotts eröffnendem Cellosolo geprägt, unterstützt von Fischers Violine. Das „polnische“ Finale bestach durch einlebhaftes Tempo. (Andrew L. Pincus, The Berkshire Eagle 14. Juli 2008) |
| „Unaufgeregtheit prägte auch das Cellokonzert e-Moll op. 26 von Edward Elgar, mit dem der junge Solist-in-Residence, Daniel Müller-Schott, seine insgesamt zwölf Konzerte in Mecklenburg-Vorpommern eröffnete. Müller-Schott ist ein Cellist, der sorgfältig nach Sinneinheiten in der Musik sucht, der allem Plakativen aus dem Weg geht und der emotional trotzdem mitgeht. Er vermeidet Übertreibungen, die dieses einer konzertanten Fantasie gleichende Konzert geradezu herausfordert, und nutzt jede Gelegenheit, Klang und Dramaturgie zu verdichten.“ (Die Welt, 16. Juni 2008) |
Cellist Daniel Müller-Schott gibt mit Dvorák-Konzert ein denkwürdiges Vancouver Symphony Orchestra-Debüt Dvoráks unvergleichliches Cellokonzert steht häufig auf dem Spielplan des VSO, doch selten konnten die Abonnenten einer schöneren Darbietung beiwohnen als der des jungen Daniel Müller-Schott, eines schnell aufsteigenden Stars am Cellohimmel. Sein anspruchsvolles und vollblütiges Spiel ist von emotionaler Großzügigkeit gekennzeichnet, die stets durch den ihm eigenen guten Geschmack und eine gewinnende Frische in Grenzen gehalten wird. Er arbeitet mit Tovey Hand in Hand, und ihre gemeinsame Interpretation ist ein Highlight dieser oder jeder anderen Spielzeit. Dabei triumphiert Tovey mit dem symphonischen Schwung des großartigen Konzerts, während Müller-Schott erstaunlich intime Momente für sein Solocello schafft, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Das erhabene Duett zwischen dem Solisten und dem, in diesem Fall, gastierenden Konzertmeister Robert Uchida kurz vor Ende des Finales war an diesem Samstag herzergreifend. (The Vancouver Sun, David Gordon Duke, June 9th, 2008) |
| Season Finale in Vancouver Daniel Mueller-Schott und Vancouver Symphony Orchestra unter Bramwell Tovey Daniel Müller-Schotts faszinierendem Vortrag von Dvoráks Cellokonzert folgte eine gewaltige Darbietung von Schostakowitschs 5. Sinfonie, dieses einer ausladenden, emotionalen Achterbahn gleichenden Meisterwerks. Cellist Daniel Müller-Schott überzeugte auf der ganzen Linie: Seine Interpretation zeugte von glanzvoller Autorität, seine Technik war makellos, sein Spiel geschmackvoll, seine musikalischen und technischen Fähigkeiten erstklassig. Sein Spiel im poetischen Adagio ging direkt unter die Haut und erreichte in der Quasikadenz eine fast unerträgliche Intensität. Es war ganz einfach
die fantastische Darbietung eines jungen Musikers mit Starqualitäten,
dessen Name bereits heute der Liste der Cellomeister aus jüngerer
Zeit hinzugefügt werden kann: Rostropowitsch, Starker und Harrell. (J.H.
Stape, reviewvancouver.org, June, 2008) |
| Noch ein Brahms - diesmal mit Schumann garniert
Einen nicht weniger widersprüchlichen, in diesem Fall aber echten Schumann präsentierte der Cellist Daniel Müller-Schott im Cellokonzert a-Moll von Robert Schumann. Der in diesem Sommer als "Artist in residence" bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern verpflichtete Solist ist ein Lyriker, dem der verträumte zweite Satz im Dialog mit dem Solocellisten der Philharmoniker Thomas Tyllack besonders lag. Präsent ist seine Mittellage, die Tiefe forciert er nicht und lässt sich Zeit für die gewagten Intervallsprünge in diesem Werk. Dankbar nahm er den Gestaltungsspielraum an, den Young ihm gewährte, indem sie das dynamisch hochgespannte Orchester immer wieder abdämpfte. (Helmut Peters, Die Welt 2. April 2008) |
| Die Philharmoniker mit Simone Young Lyrischer Schumann, straffer Brahms „… In Schumanns Cellokonzert standen vor allem die innig-zarten Facetten im Mittelpunkt. Denn mit Daniel Müller-Schott saß ein Solist auf dem Podium, der über eine berückend reine und weich-warme Klanggebung verfügt - schade, dass man nicht in Cellotönen baden kann! Nun ist es keineswegs so, dass der junge Starstreicher einfarbig und konturenarm spielt. Er beherrscht einfach sein Instrument so souverän, dass selbst die haarigsten Passagen in hoher Daumenlage immer noch geschmeidig und edelrund aus den Saiten geschmeichelt kommen. Gewiss, man kann das Stück auch anders musizieren. Aber schöner? Schwer vorstellbar…“ (Hamburger Abendblatt 31. März 2008) |
| Viel für das Gemüt Daniel Müller-Schott und die Nürnberger Symphoniker Zweimal begeisterte der Cellist Daniel Müller-Schott. Bei Schumanns Cellokonzert beginnt der Schwung spät in der Exposition. Aber dann hat ein so begabter, weltweit begehrter Cellist wie Daniel Müller-Schott Kraft und dramatisches Feuer genug, um das Publikum in den Bann zu ziehen. .. Das Konzert spielt er in großem erzählerischen Bogen mit Passagen von innehaltendem Nachsinne, geradezu verliebt in den kantablen Schwung. Die Nürnberger Symphoniker begleiten das alles aufmerksam und lassen Raum für die raphsodische Entfaltung der großen solistischen Emotionen. Dazu Müller-Schotts elegantes Goffriller-Cello von 1727: ein kulinarisches Hörereignis. In dem gerinnt nichts zur bloßen Routine, alles hat spontane Frische, unverstellte Empfindung und den Trend zum ungestört Schönen. Als Nachhall sehr passend war die Fauré-Zugabe. (Uwe Mitsching, Nürnberger Nachrichten 19. Februar 2008) |
| Symphoniker mit Daniel Müller-Schott Dialog mit einem Meistercellisten Den riesigen Applaus hoben sich Zuhörer jedenfalls für Daniel Müller-Schott auf, diesen fabelhaften Cellisten, der auf der Karriereleiter schon ganz oben angelangt ist. Dank seiner phänomenalen Griff- und Bogentechnik hat er nicht das Geringste zu befürchten, auch nicht bei Robert Schumanns Cellokonzert in a-Moll, op. 129. Dieses heikle Stück meisterte Müller-Schott mit edlem, weit tragendem Ton und vitalem Zugriff. (Egon Bezold, Nürnberger Zeitung Februar 2008) |
| Abschluss der Mozartwoche am Sonntag: Musikantische
Spiellust am Vormittag, Düsternis am Abend Der Sonntag, der letzte Tag der Salzburger Mozartwoche 2008, war strahlend schön und begann auch künstlerisch so. Im Mozarteum spielten der Pianist Rudolf Buchbinder, die Geigerin Lisa Batiashvili und der Cellist Daniel Müller-Schott mit musikantischem Schwung, perlender Geläufigkeit wie seelenvoller Übereinstimmung und geführt vom wienerischen, immer wieder ins Schubertische weisenden singenden Ton des Klaviers ein Mozart-Programm par excellence: die Violinsonate, KV 376, die Klaviersonate, KV 333, das große Trio, KV 502, und Beethovens Mozart-Verehrung, die Variationen für Cello und Klavier über Papagenos „Ein Mädchen oder Weibchen“: Sonnenschein vom Podium, Sonnenschein im Saal und wärmender Beifall durch und durch. (Karl Harb, Salzburger Nachrichten Februar 2008) |
| ONBA (Orchestre National Bordeaux Aquitaine)
Gestern Abend haben wir einen bemerkenswerten Intrumentalisten und authentischen Musiker entdeckt, der mit dem Charisma eines Solisten ausgestattet ist. (Bordeaux Südost, 24. Januar 2008) |
Zwei Formen der Leidenschaft bei der 4. SR-Matinee … Klangsinnlichkeit, Leidenschaft und Feuer beim Programmschwerpunkt, dem Brahms Doppelkonzert bei dem herrlichen Solisten-Paar Julia Fischer (Violine) und Daniel Müller-Schott (Violoncello). Was sollte man bei den beiden mehr bewundern: die Intonation, die Klangschönheit, die makellose Harmonie, den gemeinsamen Brahms-Gestus? (Saarbrücker Zeitung, 18.12.2007) |
Schwungvoller Dvorák, rustikaler
Mussorgski Daniel Müller-Schott ist ein fabelhafter junger Cellist. Das ist nun aber keine besondere Neuigkeit, denn der mittlerweile 31-Jährige hat bereits mit 15 den renommierten Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb gewonnen. Die gute Prognose der Juroren sollte sich bewahrheiten: Der Münchner ist regelmäßig auf den großen internationalen Podien an der Seite illustrer Musizierpartner zu hören. In der Kölner Philharmonie beeindruckte er mit einer technisch souveränen, rhetorisch ausgefeilten und musikantisch feurigen Interpretation des Dvorák-Konzerts. In den Rahmensätzen übernahm er die musikalische Initiative, formulierte plastisch, bisweilen kantig und legte großflächige musikalische Zusammenhänge offen. Mehr noch als am Schlag des Dirigenten Daniel Raiskin orientierte er sich am Spiel der benachbarten ersten Geigen, sorgte bei aller solistischen Exzellenz dafür, dass die sinfonische Natur des Werks stets präsent blieb. Die unsentimentale Gestaltung des langsamen Mittelsatzes fand ihre Fortsetzung in der fesselnden Zugabe, Ernest Blochs "Gebet". (Stefan Rütter, Kölner Stadtanzeiger, November 2007) |
| Farbenprächtige Bilder gezaubert Cellist Daniel Müller-Schott brillierte beim Konzert in der Philharmonie Ohne Zweifel ist Daniel Müller-Schott ein sensationell talentierter Cellist. Längst hat er sich international die großen Podien erobert - völlig zu Recht. Das Konzert für Violoncello und Orchester h-moll op. 104 von Antonin Dvorák bietet eine Fülle von Möglichkeiten, sich als Virtuose ersten Ranges zu profilieren. Seine stärksten Momente offenbart Daniel Müller-Schott allerdings, wenn er im besten Sinne zuhört und begleitet. Eben in den vielen kammermusikalisch gesetzten Passagen des Dvorák-Konzertes, etwa wenn das Solocello mit den Holzbläsern in Dialog tritt. Dann zeigt sich ganz besonders, welche Qualitäten sein Instrument von Matteo Goffriller (Venedig 1727) auszeichnet. Eine herrlich freie Klangfarbe kommt dann zutage, völlig unangestrengt spricht das Cello an, warm und tragend. Gerade im zweiten Satz gelang es Müller-Schott, sein Cello wunderbar beseelt singen zu lassen. (B. Reissenberger, Kölnische Rundschau November 2007) |
| Das war überzeugend, was Prieto und das LPO, zusammen mit Cellist Daniel Müller-Schott, am Donnerstag ablieferten. Erneut bestand das Repertoire aus einer herrlichen Mischung von neuen und bekannten Werken. In Bruchs „Kol Nidrei“, einem einsätzigen orchestralen Klagelied über jüdische Themen, durfte Müller-Schott seine unmittelbare, lyrische Seite zur Geltung bringen. Cellist und Orchester hatten die Zuhörer mit Gyorgy Ligetis „Cellokonzert“ bereits auf etwas Spirituelles eingestimmt. Sich schwankend am Rande der Stille bewegend, beschworen die Musiker Tempelglocken, produzierten Spuren elektronischen Feedbacks und auf den Blasinstrumenten seltene Obertöne. (Chris Waddington, The Times Picayune, Oktober 2007) |
Zwei Ligen auf einer Konzertbühne … die Geigerin Julia Fischer, der Cellist Daniel Müller-Schott und der Pianist Martin Helmchen, drei Mittzwanziger bis Frühdreißiger, die kaum an sich halten können vor Temperament und Spielspaß. Im nachfolgenden Tripelkonzert wurden die Brandenburger aber buchstäblich mitgerissen von ihren drei Star-Gästen, die ihre Parts in Beethovens Kleingruppen-Bravourstück mit enormem Schwung und beeindruckend dicht präsentierten, als wollten sie austesten, wer wohl als Erster vom kollektiven Schwung aus der Bahn getrieben wird. Wie weit sie ihrer Begleitung voraus waren, bewies endgültig die Haydn-Trio-Zugabe. Wenn die drei so weitermachen, kann sich auch ältere Konkurrenz warm anziehen. (Hamburger Abendblatt, 28. September 2007) |
| Daniel Müller-Schott kam dann als Personifikation eines jungen, aufgeräumten, das Cello leichthändig wie eine Violine spielenden Solisten zum Zuge – ein alter ego der Solo Stimme Robert Schumanns, wie sie sich im „Konzert für Violoncello und Orchester a-moll op.129“ ausspricht. Jungdeutsche Herzensergießungen, die sich assoziativen Einsprüchen, schweifenden Kantilenen, impressiven Gesten ausleben – wunderbar leichthändige und traumwandlerisch intonationssichere Musik-Subjektivität,… (Bernhard Uske, Frankfurter Rundschau, 18. September 2007) |
| Jungstar Daniel Müller-Schott hob Ligetis frühes Cello-Flüsterkonzert mit seinem altvenezianischen Meisterinstrument in immaterielle Sphären am Rande der Vernehmlichkeit. Bravo! (Lutz Lesle, Die Welt, 27. August 2007) |
DANIEL MUELLER-SCHOTT’S BOSTON SYMPHONY TRIUMPH! The magnetic young German cellist Daniel Müller-Schott administered a dose of adrenaline with a compelling performance of Haydn’s Concerto in C. Mr. Müller-Schott, a fearless player with technique to burn, made child’s play of the work’s difficulties. But even more impressive were his gorgeous, plush tone and his meticulous attention to expression. He did not slather on vibrato but applied fine gradations, or none at all, to shape phrases graciously. (James R. Oestreich, The New York Times July 16, 2007) |
Meister der Stimmungen Der Cellist Daniel Müller-Schott ist der begeisternde Star beim Abschlusskonzert der Düsseldorfer Symphoniker unter Dmitirij Kitajenko. Seine glänzende Bogentechnik gestattet es ihm Virtuoses,
Lyrisches und Dramatisches kompromisslos zur Vollendung zu führen.
Zarte singende Momente sind bei ihm wie reinste Poesie, bravouröse
Passagen bewältigt er mit solcher Eleganz, als sei es ein
Leichtes, schnelle Läufe zu spielen und Triller feurig funkeln
zu lassen. … Die Einleitung nimmt Kitajenko sehr langsam
und gedehnt. Doch mit seinem ersten Einsatz nimmt Daniel Müller-Schott
Einfluss auf das Tempo, das dadurch spürbar angezogen wird.
Das Orchester bereitet einen soliden, erdigen Untergrund, auf dem
das Spiel des Cellisten wie ein Solitär funkelt. (Lars
Walleran, Westdeutsche Zeitung, 02.07.07) |
| Glanzpunkt sind Tschaikowskis Rokoko-Variationen für Orchester und Cello. Nobel, elegant und dabei von quicker Lebendigkeit präsentiert sich Daniel Müller-Schott als Solist. Mit Vitalität und musikalischem Humor entlockt der junge, blendend aussehende Musiker seinem sonor klingenden Cello ein rasantes Tempo ….Daniel Müller-Schott wurde durch die Stiftung von Anne Sophie Mutter entdeckt und in die Klassikcharts katapultiert. (Michael G. Müller, Neue Ruhr/Rhein-Zeitung, 2.07.07) |
Partnerschaft in rückhaltloser Emotionalität Bei
Ihrem Grünwald-Gastspiel demonstrieren zwei Weltklasse-Musiker,
Daniel Müller-Schott und Denys Proshayev, einmal mehr: aufregender
können Violoncello und Klavier nicht zusammenklingen. Einmal
mehr auch überwältigt diese Partnerschaft durch ihre
rückhaltlose Emotionalität. Ein über weite Strecken
lyrisches Gespräch entspinnt sich in Beethovens Duosonaten
(op.69) Daniel Müller-Schott spielt dabei seinen voluminösen
Ton voll aus. … In Prokofjews Cellosonate nehmen Daniel Müller-Schott
und Proshayev die Herausforderungen des ambivalenten Werks mit
unbedingter Intensität an. Sie evozieren ein breites Farbenspektrum
und scheuen auch vor Klagextremen und dynamischen Zuspitzungen
nicht zurück….. Mit einer dämonischen Entfesseltheit
nähern sich die Musiker der auch in ihrer Länge monumentalen
Cellosonate g-moll von Rachmaninow. Da herrscht ein mitreißendes
Draufgängertum. Sentimentalität ist fehl am Platz bei
den Seelendramen, die Denys Proshayev und Daniel Müller-Schott
aufreißen. Ein kleines Wunder kultivierten Zusammenspiels
ist das Seitenthema im allegro moderato. (Münchner
Merkur 30.06./01.07.07) |
| Mit dem Cello verschmolzen Daniel Müller-Schott und Denys Proshayev begeistern in Maria Bildhausen (Festival “Kissinger Sommer 2007“) Auffällig von Anfang an: Da sitzt ein Künstler, beinahe
selbst verloren, der total mit seinem Instrument verschmolzen ist,
eine Einheit bildet. Mal tanzt er damit, dann umfasst er es innig,
fast zärtlich. Ein andermal kennt er keine Schonung, geht
hart ran. Immer aber ist eine tiefe, zeitlose und harmonische Innigkeit
zwischen dem Spieler, Daniel Müller-Schott, und seinem Spielzeug,
dem Cello, spürbar. …. So gelingt die Sonate Opus 69
von Ludwig van Beethoven als hin- und mitreißender Kontrast
zwischen verträumtem Schmelz und forschem Draufgängertum.
Feinsinnige Spielfreude, ausgefeilte Dynamik und wunderbare Ausgewogenheit
zwischen den Instrumenten sind die Garanten für dies packende
Musikerlebnis. … Sowohl Sergei Prokofjews einzige Cello-Sonate
(Opus 119), als auch die g-Moll Sonate, Opus 19, von Rachmaninow
verhinderten ein gemütliches Zurücklehnen der 260 Zuhörer
im ausverkauften Festsaal von Maria Bildhausen … Schicksalsschwere
Klänge: Die Saiten des Cellos vibrieren, als würde das
Instrument erzittern, während das Klavier unerbittlich und
hart dagegen angeht. Hier und im gesamten Konzert fügt sich,
so unterschiedlich der musikalische Auftrag beider Instrumente
auch sein mag, Cello und Klavier immer wie passende Puzzleteile
zusammen zu einem einzigartigen Erlebnis für alle. Schließlich
Sergei Rachmaninows Sonate für Cello und Klavier. Starke Klangfarben
prallen hier aufeinander. Der samtig satte, warme Celloklang auf
metallisch kalte Klaviertöne. Kompromisslos und risikofreudig
das Spiel: aufwühlende Rebellion bei den musikalischen Gefechten – Seelenbalsam
bei den bedächtigen Cellokantilenen. Nur wenn sich zwei Künstler
auf dem Podium treffen, die erhaben über alle Technik sind
und ihre Arbeit ausschließlich in der Gestaltung der Musik
sehen, entstehen solche Sternstunden der Musik. (Mainpost,
Bad Kissingen, 26. Juni 2007) |
| Eindrucksvolle Innenseite Preisträger-Konzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern Im ausverkauften Barocksaal musizierte sie mit ihren beiden befreundeten Kollegen, den Solisten-Preisträgern der Festspiele aus den Jahren 1995 und 2000, dem Cellisten Daniel Müller-Schott (31) und dem französischen Pianisten Jonathan Gilad (26). In einem konzessionslosen Programm spielten sie die beiden Klaviertrios von Mendelssohn Bartholdy. Das erste hat Mendelssohn von Schumann die Bezeichnung „Mozart des 19. Jahrhunderts“ eingetragen. Aber nicht dieses Klischee wählten die Drei zum Orientierungsrahmen ihrer Gestaltung, sondern den zweiten Teil jenes Satzes, wonach Mendelssohn „die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt“ habe. Und so spielten sie die beiden Trios, mit drängender Intensität, auch mit einem Schuss Musikantentum, ohne bloß schöne Glätte, die Widersprüche nicht als bereits versöhnte, sondern als erst zu versöhnende. Das erste Trio gleichsam in der Leidenschaft der wechselnden, sich selbst nicht fraglichen Gefühle, seine schönen Melodien eher noch als Versprechen denn als ihre Einlösung, klanggesättigt in seiner Durchsichtigkeit. Das zweite Trio eher in der Leidenschaft des Geistes, die den Selbstzweifel braucht, mit erregenden Zuspitzungen – und beide Trios dann doch in jenem Maß Mendelssohnscher Romantik bleibend, in der die Widersprüche noch in die Balance finden können. (Rostocker Nachrichten, Juni 2007) |
Müller Schott - Proshayev, jung und außergewöhnlich Wieder eine Überraschung, wenngleich keine Neuigkeit: der bayerische Cellist Daniel Müller - Schott und der aus Weißrussland stammende Pianist Denys Proshayev, beide um die dreißig Jahre alt, gaben in der Philharmonie von Bilbao ein sehr lebhaftes Konzert. Die Stücke von Beethoven, Schumann und Richard Strauss wurden von den Zuhörern mit Begeisterung aufgenommen. Mit der großzügigen, ausdrucksstarken und klanglichen Fülle des Klaviers, bringt der Part des Cellisten, der mit wunderbarem Klang und Klarheit führt, die wechselhaften Passagen, von sehr lyrischen Abschnitten bis hin zu fortgeschrittenen und schnellen "sprints", in Einklang (Anmerk.d.Red.Beethoven Sonate op.69). Das Stück in A- Moll, op. 105, für Violine und Klavier von Schumann, ist in der Transkription für Violoncello ein Werk von höchstem Anspruch, was Müller-Schott mit Perfektion beherrscht. Das enge Zusammenspiel der beiden Interpreten tritt hier, ganz im Sinne des Komponisten, noch deutlicher hervor als bei Beethoven. (Antxon Zubikarai, Deia.com Antxon Zubikarai, Deia.com, April 2007) Übersetzung aus dem Spanischen: Helena Heupgen |
Daniel Müller-Schott, eine sympathische Begegnung! Eine außergewöhnlich sympathische Begegnung mit dem deutschen Cellisten Daniel Müller-Schott. Wir hörten eine Cello-Interpretation von besonders hohem Niveau. Der deutsche Cellist Daniel Müller-Schott ist in der Philharmonie in Oslo kein Unbekannter, denn er hat hier mit den Philharmonikern eine CD eingespielt. Daniel Müller-Schott ist ein Repräsentant der jungen, neuen Generation von herausragenden Cellisten. Sein Auftritt in Oslo überzeugte das Publikum erneut. Norwegen ist sehr dünn mit Cellisten von Weltruhm besiedelt, nichtsdestotrotz ist Joseph Haydns C-dur Konzert nicht unbekannt. Die Interpretation des jungen Daniel Müller-Schott überzeugte auf einer neuen, erfrischenden Weise. Der in München wohnhafte Cellist spielt auf einem Saphir ’Ex Shapiro’ Matteo Goffriller Cello aus dem Jahre 1727. Der Ton ist dunkel, warm und hat ein kräftiges Vibrato. Insbesondere hört man dies in den langsamen, weichen Partien. Fast unbemerkt fügt er sich in das Zusammenspiel mit dem Orchester ein, während sein Ton langsam forciert. Faszinierend! Der lang anhaltende Applaus wurde mit einer Zugabe, der Habanera von Ravel, belohnt. (Kjell Moe, kulturspeilet@pluto.no April 2007) |
| Die Klangfarben des Violoncellos Kammermusikreihe der Stiftung EL MONTE Bereits im vergangenen Juni, während der Abonnementsaison des Symphonieorchesters, hinterließ der Münchener Cellist Daniel Müller-Schott einen unübertreffbaren Eindruck. Aus gegebenem Anlass gab er ein fantastisches Konzert von Dvorak, in welchem er das Publikum durch seine Technik und seinen Klang begeisterte. Und so wie damals, spielte er vergangenen Dienstag ganz persönlich mit seinem Instrument und dem Publikum ein noch brillanteres Solokonzert. … allein die ersten Takte der Beethovensonate ließen dem Zuhörer einen Klang von enormer Tiefe, Farbenreichtum und absoluter Entschiedenheit zukommen. Eine der wesentlichen Fähigkeiten des jungen Interpreten ist es, aus seinem Cello eine unglaubliche Vielfalt an Klangschattierungen und eine abwechslungsreiche Palette an Klangfarben herauszuholen. Dies gelingt ihm durch die genaue Dosierung seines Ideenreichtums, sowie der Ausdrucksweise, die speziell durch verschiedene Formen des Vibratos, angefangen vom sehr kontrollierten Vibrato bei beethovschen Werken bis hin zu ausladenderen und frohlockenderen bei Schumann oder Strauss, hervorgerufen wird. … sein Klang zeigt eine perfekte Definition in den, beim Cello immer schwierigen, hohen Tonlagen. Im Hinblick auf die Phrasierungen wusste sich Daniel Müller-Schott der großen Bandbreite an Hilfsmitteln und Akzentsetzungen zu bedienen – vom delikaten legato des Adagio cantabile von Beethoven, bis hin zur feurigen Begeisterung des ersten Satzes von Schumann und der glühenden Ausdruckskraft des schwungvollen Allegros von Strauss - wobei die Leidenschaft ständig die Hand über die Kontrolle des Tones hatte. (Übersetzung aus dem Spanischen: Helena Heupgen) (Andrés Moreno Mengíbar, Diario de Sevilla, 19. April 2007) |
HEIDELBERGER FRÜHLING: "Heidelberger Atelier" bietet viel Musik und umfassend Gelegenheit für Gespräche Das Konzertprogramm hat maßgeblich Jörg Widmanns Schwester Carolin erstellt - längst eine Künstlerin mit eigenem Profil … Daniel Müller-Schott ist der Bekannteste ihrer Kollegen. Deutschlands neuer Star-Cellist macht es sich nicht bequem im wachsenden Erfolg und spielt auch eher Unzugängliches (obwohl ein Stück wie Pintschers "Treatise on the Veil" mit seinen Pianissimo-Schattierungen gewiss kein Ohr verletzt). Furios glückt ihm - und Carolin Widmann - die Ravel'sche Sonate für Geige und Cello. (Mannheimer Morgen, Mannheim, April 2007) |
Daniel Müller-Schott und das BBC Scottish Symphony Orchestra „Der brillante, junge Cellovirtuose Daniel Müller-Schott erfüllte jede Wendung und jedes Detail des Cellokonzerts Nr. 1 von Saint-Saens mit funkelnder Klarheit“, schreibt Alan Cooper. Es war eine schiere Freude, sein scheinbar müheloses Meistern von Instrument und Musik zu erleben. Müller-Schott war der Einspringer für den indisponierten Heinrich Schiff, der als Dirigent und Solist für das Konzert am Freitagabend in Aberdeen angekündigt war. Zeitweise spannte er seine Hand über das Griffbrett seines Cellos, als wäre es eine Klaviertastatur, und bewegte sich darüber spinnengleich mit erstaunlicher Geschicklichkeit und Leichtigkeit. Dabei fügten sich Cello und Orchester auf wunderbare Weise ineinander. Besonders die Reflexionen der Cellostimme durch die Holzbläser waren einfach herrlich. (The Herald, Februar 2007) |
| Dann begann der Solist des Abends, Cellist Daniel Müller-Schott, Robert Schumann mit dem Konzert für Cello und Orchester in A-Moll, Op. 129, erneut in seine eigene Zeit einzubinden. Müller-Schotts geschmeidige Linien und sein sich wiegender Körper verzauberten die ihn umgebenden Musiker, als sich der wahre, verborgene Geist dieses Werkes, das zu den größten und charakteristischsten Meisterstücken Schumanns zählt, offenbarte.“ (Charles Donelan, Santa Barbara Independent, Januar 2007) |
| Dem Konzert für Violoncello in a-Moll op.
129 von Schumann gab Müller-Schott die Chance, mit feinen Effekten
die verworrene Virtuosität mit der Schumann das Werk ausgestattet
hatte, zu versehen. Eine hohe Kunstfertigkeit, die niemals dazu führt,
die musikalische Poesie zu schmälern, welche sich von der Inspiration
des Komponisten in einer als Konzertstück gedachten Komposition,
loslöst und einen musikalischen Diskurs im Dreierpack bietet.
Müller-Schott entwickelte sich meisterhaft dazu, um die technischen
Schwierigkeiten ganz natürlich und selbstverständlich zu überwinden.
Er bot eine Interpretation mit einem weniger bombastischen Ton, der
mit dem Orchester diskret im Dialog stand. Aufgrund des großen
Beifalles spielte der Solist als Zugabe eine großartige „Habanera“ von
Ravel. (Übersetzung aus dem Spanischen: Helena Heupgen) (Joaquìn Valdeòn, Das neue Spanien Januar 2007) |
| Cellosolist Daniel Müller-Schott und Dirigent David Stahl haben das Empfinden für den für Elgar so typischen Nobilmente-Stil. Müller-Schott ist ein erstrangiger Solist und sein Verständnis des Werkes ist bemerkenswert. Zusammen mit Stahls Affinität für britische Musik des 20. Jahrhunderts – und seinem erstklassigen Ensemble – ergab sich eine spektakuläre Kombination. Sie enthüllten das innere Wesen dieses ergreifend-dramatischen Werkes und trieben es voran bis zu seinem unvermeidlichen Finale. (William Furtwangler, Charleston Post Courier, Januar 2007) |
| Der Shooting-Star der Celloszene, Daniel Müller-Schott (Stuttgarter Zeitung, November 2006) |
| Leidenschaftlichkeit und Eleganz
Delikat temperamentvoller Cello-Klang und fulminant aufbereitetes Orchesterspektakel …die besondere Qualität des Abends wurde nicht zuletzt bestimmt durch einen jungen Solisten von bereits internationalem Rang, Daniel Müller-Schott: Technische Bravour und interpretatorische Kompetenz, Wissen um formale Notwendigkeiten und das Bedürfnis spielerischen Ausdrucks, dazu eine vertiefte Einsicht in die musikalische Vorlage und deren jugendlich-temperamentvolle Anverwandlung waren ideale Voraussetzungen für eine mitreißende Wiedergabe von Dvoraks Cellokonzert … Leidenschaft, Tiefe und Eleganz im bewegten wie bewegenden Wechselspiel unterschiedlichster Ausdrucksformen. (Neue Württembergische Zeitung, November 2006) |
…. Und Daniel Müller-Schott ist - das zeigt ein Blick in die Saisonvorschau - nur einer von vielen profilierten Solisten, die das Programm der Anrechtskonzerte zieren. Wenn auch ein besonders "angesagter": Kaum ein Musiker seiner Generation hat in den vergangenen Jahren eine ähnlich beeindruckende, stetige Karriere vorzuweisen. … In Koblenz stand für ihn Dvoraks Cellokonzert auf dem Plan: Eines der berühmtesten Repertoirewerke, von nahezu allen großen Cellisten für die Nachwelt eingespielt. Daniel Müller-Schotts Interpretation an diesen großen Vorgängern zu messen: Es wäre möglich, wenn auch wenig aufschlussreich. Er nähert sich diesem Paradepferd der Wunschkonzerte von einer sehr ausgeglichenen Warte, spart sich die Griffe in die Effektkiste für rare Momente auf - und gründelt ganz herrlich in den Tiefenregionen seines Instrumentes. Seine konzentrierte Unaufgeregtheit korrespondiert mit einer ständig unangefochtenen, sehr auf das Orchester lauschenden Interpretation: Seine Duett-Passagen mit dem Konzertmeister sind Handschläge des gemeinsamen, gleichberechtigten Musizierens. Dass Dirigent Raiskin als mittlerweile nicht mehr aktiver Bratschensolist ganz wunderbar mit Schott "mitatmet", ist eine echte Freude zum Zuhören und Zuschauen. (Rhein Zeitung, November 2006) |
„… Und dem Franzosen Berlioz stand sein Zeitgenosse Schumann gegenüber. In Essen nun zum dritten Mal vertreten mit dem Cellokonzert, das Daniel Müller-Schott nach Steven Isserlis und Truls Mork sehr kernig, markant, dunkel getönt ausleuchtete. Müller-Schott, der auch mit Anne-Sophie Mutter musiziert, ist dabei Schumann sehr nahe, ohne ein Schaumann zu sein. Und Eschenbach hat einfach den Sinn für den drängenden Atem dieser Musik. … (Westdeutsche Allgemeine Zeitung – Essen, November 2006) |
… der Solist, Daniel Müller-Schott, ist technisch und musikalisch brillant. Außerdem hat er eine faszinierende Art, rhythmische Überlagerungen zu erzeugen sowie schnelle und ungestüme Phrasen – selbst in langsamen Passagen – hervorstehen zu lassen. Diese Dualität fühlt sich sehr „schumännisch“ an. (MAGNUS HAGLUND Göteborgs Posten, September 2006) |
| Musik mit dem Frische-Siegel
Jugend zählt. Auch in der klassischen Musik findet ein Generationswechsel statt. Und die neuen Klassikstars sind nicht nur einfach jung, sie sind auch anders als ihre Vorgänger. Wunderbar zu erleben beim Kasseler Meisterkonzert mit der Geigerin Julia Fischer (23), dem Cellisten Daniel Müller-Schott (29) und dem Pianisten Jonathan Gilad (25). Zuerst einmal widerlegen die drei das Vorurteil, eine lange Lebenserfahrung sei für eine reife Interpretation großer Werke Voraussetzung. … was die drei an emotionaler Tiefe, auch an Wissen über den Menschen in dieser Komposition (Mozart Klaviertrio B-Dur) entdecken, lässt das Publikum im fast voll besetzten Blauen Saal der Stadthalle aufhorchen. … Wenn Daniel Müller-Schott im selben Satz (Larghetto) einen lang gezogenen Celloton so mit Leben erfüllt, dass er allein eine Geschichte erzählt. Und wenn die drei Musiker im konzertanten Schlusssatz auf engstem Raum von virtuosem Überschwang in zarteste Dialoge übergehen. Grundlage für all dies ist eine atemberaubende Instrumentaltechnik, über die alle drei verfügen. Diese Perfektion ermöglicht es ihnen, ganz unangestrengt die wirklich feinen Feinheiten der Musik zu entdecken. Etwas Spielerisches, ja Spaß beim Spiel, ist stets zu spüren. Er sorgt für Frische und bewahrt die Spieler davor, ins Manieristische zu verfallen oder zu forcieren. Eine neue Leichtigkeit. (Hessische Allgemeine, September 2006) |
Höhepunkt des Abends war jedoch Daniel Müller-Schotts Interpretation von Tschaikowskys Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester. Am berührendsten und einleuchtendsten spielte Müller-Schott immer dann, wenn es um die leisen Stellen ging, in der vorletzten Variation und besonders in der dann auf sie folgenden Kadenz. Da war auf einmal eine Spannung im Raum – und man saß da und hörte und hörte. (Stuttgarter Zeitung, September 2006) |
Pianist Bernd Glemser und Cellist Daniel Müller-Schott brillieren im Maulbronner Laienrefektorium: Künstlerische Einheit gebildet |
Der Cellist Daniel Müller-Schott
und Bernd Glemser Glemser, dem man die intensive Beschäftigung mit russischer Musik in jedem Takt anmerkt, ist der ruhende Pol dieses bei „Bernd Glemser und Freunde“ erstmals gemeinsam auftretenden Duos. Souverän in der manuellen Beherrschung setzt er unaufdringlich Akzente, während Müller-Schott emphatische Cellotöne beisteuert (Anm.d.Redak. Schostakowitsch Cellosonate) Die können wie im zentralen Largo beachtliche Suggestivkraft entwickeln, um dann im Finale sarkastisch unterfüttert zu klingen. Vielleicht noch mehr zu Hause fühlt sich der Cellist bei Bach, dessen C-Dur-Suite BWV 1009 er zum Auftakt ungemein lebendig musizierte, rhythmisch prägnant die unterschiedlichen Tanzcharaktere der Solosuite ausformend. … Daniel Müller-Schotts sowohl stets durchdachtes wie auch gefühlsmächtiges Spiel prägte auch den späten, im Konzertsaal eher unterrepräsentierten Brahms, der durch den direkten Zugriff des Duos dem Zuhörer nähergebracht wurde. (Pforzheimer Zeitung, September 2006) |
Die Streichinstrumente gerieten ins
Schwärmen Julia Fischer weiß, wen sie sich zum Zusammenspiel holt. So haben auch diese drei, Geigerin, Pianist und Cellist, vorzüglich zueinander gepasst. Es gelangen wunderbare Konzerte, zumal Müller-Schott für seine sensible, intensive Spielweise und sein herrliches Instrument (Matteo Gofriller, Venedig 1700) längst bekannt ist. Man begann mit Dvóraks e-Moll-Trio, ein reizend behutsamer Auftakt, das Cello schmeichelnd in schönstem Ton. … Nach der Pause Matthias Pintscher, der Schelm, mit „Svelto“. Der Titel bedeutet soviel wie „leichte Geschwindigkeit“. Wie gewohnt: alle Anforderungen an die Instrumente, das Anreißen der Saiten, die Minimal-Hochtöne, das Zirpen, nach solcher feinen Aggression auch ganz feine „Normaltöne“. Dann kamen Dreiergespräche zwischen den Instrumenten zustande – die kurze geistreiche Komposition wurde von allen Beteiligten aufs Beste verstanden und ausgeführt. Zum Schluss gab es Mendelssohn-Bartholdys d-Moll-Trio, eine Wiedergabe voll üppiger Romantik, bis zum Anschwärmen der Streichinstrumente untereinander. Die Lied- und Melodienseligkeit wurde es hier auch. Das Scherzo sprühte geradezu davon, aber das „Appassionato“, die Leidenschaft, beherrschen sie auch. (Frankfurter Neue Presse, September 2006) |
| Die Kammer-Hasardeure Rasende Waldgeister: Julia Fischer, Daniel Müller-Schott und Jean-Yves Thibaudet in der Alten Oper … Eine Uraufführung hatte das Trio in Petto, Matthias Pintschers Svelto (2006), das wie ein Maunzen in höchster Lage begann, sich langsam senkte, stückweise Bodenhaftung bekam und schließlich als seidenfellige Katzenmusik endete. Ein virtuoses Zuwerfen von kleinen Klangknäueln, ohne dass sich längere Fadenstücke abgelöst hätten. Im Scherzo des Mendelssohn-Klaviertrios, dieser Miniatur-SommernachtstraumMusik, ließen die drei Musiker die zappeligen Waldgeister auf hoher Geschwindigkeit touren und so den historischen Widergänger Pintschers durchblicken. Nach dem (das Publikum zu Jubelstürmen hinreißenden) Finalsatz, der einen außer sich geratenen Mendelssohn-Bartholdy präsentierte, setzten die drei noch eins drauf mit dem Scherzo aus Dmitrij Schostakowitschs 1. Klaviertrio. (Frankfurter Rundschau, September 2006) |
Im zweiten Konzert musizierten Fischer, Thibaudet und der Cellist Daniel Müller-Schott Dvoráks "Dumky"-Trio und Mendelssohns d-Moll-Trio op. 49 überwältigend lebenssprühend und detailpoetisch, so wach wie intuitiv. … In Matthias Pintschers uraufgeführtem "Svelto" einer achtminütigen Auftragskomposition der Alten Oper, schien gerade Schostakowitschs aufsässig virtuoser Satz, aber auch das rasante Scherzo aus Mendelssohns d-Moll-Trio aufgegriffen und im Tempo ins Wahnsinnige überdreht. Im Zeitraffer und fast immer im Pianissimo flogen dem Zuhörer Klangfetzen und -punkte um die Ohren, spitzten sich böse Bisse à la Schostakowitsch zu Granatsplittern zu. Es war, als lösten sich Bühnenfiguren im Vorrüberrasen auf. Julia Fischer und ihre beiden Freunde mussten höllisch aufpassen, um sämtliche Klanggesten und Pausen zu erhaschen und zu koordinieren - eine Herausforderung, die sie glänzend meisterten. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, September 2006) |
Musikfestival In Trio-Konzerten muss oft ein Partner hinter den anderen zurücktreten - und das ist meistens der Pianist. Nicht so beim zweiten Konzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) auf Gut Pronstorf. Violinistin Julia Fischer, Pianistin Milana Chernyavska und Cellist Daniel Müller-Schott gelang ein Konzert, bei dem alle drei Instrumente gleichberechtigt zur Geltung kamen. Doch das war nicht nur der klugen Wahl der Stücke zu danken, sondern vor allem dem außerordentlich harmonischen Zusammenspiel, das spürbar von gegenseitiger Achtung geprägt war. … Als Höhepunkt wählten die drei Musiker mit dem Klaviertrio a-Moll von Maurice Ravel ein komplexes, vielfarbiges Stück. Mit strahlenden Blicken und ebensolchem Lächeln spornten sie einander an und geleiteten sich gegenseitig durch das vertrackte Werk. (Hamburger Abendblatt, August 2006) |
Kontrolle und Eruption Was ist nicht schon alles unternommen worden, um der vermeintlich siechen klassischen Musik neuen Odem einzuhauchen: Crossover, peppig getunte "Jahreszeiten" von Vivaldi, für echte und vermeintliche Marktlücken sorgsam konstruierte Karrieren. Um letztlich feststellen zu müssen, dass nur die gründliche Auseinandersetzung mit dem Werk Bestand hat. Die führt dann zu so aufregenden Erlebnissen wie dem Trioabend von Julia Fischer, Daniel Müller-Schott und Milana Chernyavska beim letzten der diesjährigen Weilburger Schlosskonzerte. … Die Geigerin Julia Fischer und der Cellist Daniel Müller-Schott besitzen neben ihrer vollkommenen technischen Souveränität eine verblüffende Selbstverständlichkeit im Umgang mit der klassisch-romantischen Musiksprache. Dies gestattete ihnen in der Weilburger Schlosskirche beim eingangs musizierten Mozart-Trio B-Dur KV 502 eine Ökonomie des Ausdrucks, die frappierende Wirkungen zeigte. Die perfekte Beziehung von Dynamik, Agogik und Intonation schien melodische Verläufe immer von neuem aus ihrem formalen Kontext zu befreien, konzedierte ihnen eine Eigendynamik, die eigentlich erst in Kompositionen des 20. Jahrhunderts zu finden ist. ... nach der Pause wirkungssicher Franz Schuberts Klaviertrio B-Dur op. post. 99, hinsichtlich des kammermusikalischen Zusammenspiels sicher die Krönung des Abends. Jugend schützt vor Reife nicht: Was hier an Empfindungen ausgemessen und dargestellt wurde, faszinierte ebenso wie das untrügliche Gespür der Solisten für die jeweils sinnfälligste Nuance. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, August 2006) |
Feinste Nuancen und furioses Spiel paarten
sich … wenn man Julia Fischer zusammen mit dem ebenfalls früh preisgekrönten Cellisten Daniel Müller-Schott spielen hört, dann fällt oft das Schlagwort vom „Traumpaar der Klassik“… Mozarts Trio G-Dur gefiel in zügigem Tempo des Allegro und einem energievoll gestalteten Schlusssatz. Der Sprung von Mozart zu Ravel hätte größer nicht sein können. Hochexpressive Klangwelt: harte Kontraste zwischen traumverloren schwebenden musikalischen Bildern und mächtig zupackenden Akkorden von orchestraler Wucht …. Franz Schuberts Trio Nr.1: Deklamatorische Tempowechsel im temperamentvoll und dynamisch gespielten ersten Satz, seelenvolles Cellospiel und zarte Violinfarben im langsamen Teil, einer fein ausgefeilten Träumerei, in der das musikalische Gespür der Künstler in abgestimmtem Zusammenspiel wunderschön zum Tragen kam. Homogenität und Ausdruckwille paarte sich in dem romantischen Werk aufs Beste. (Giessener Anzeiger, August 2006) |
So perfekt Baiba Skride und Daniel Müller-Schott in den bis zur Unhörbarkeit gehenden Linien der Twombly-Nachzeichnung von Pintscher harmonierten und eine famose, dichte und zugleich leuchtend klare Wiedergabe zu Stande brachten, so disparat schienen die Mozartbeiträge. … Daniel Müller-Schott, als Cellist ein erster Vertreter seines Solofachs, als Kammermusiker erfahren durch sein Spiel mit Anne-Sophie Mutter und André Previn, weiß nobel, aristokratisch, elegant die Linien in der Tiefe zu ziehen - geschmeidig und satt in der Schönheit des Tons. (Salzburger Nachrichten, August 2006) |
| Bei dem Konzert von Dvorák konnte man mit einem glanzvollen Solisten rechnen, der mit einer energischeren und weniger zurückhaltenderen Begleitung des Orchesters noch mehr brilliert hätte. Mit dichtem Klang und reich an Harmonien und mit einer sehr detaillierten Phrasierung meisterte Müller-Schott die mannigfaltigsten Passagen und löste mit Bravour die Doppelgriffpassagen. (Diario De Sevilla, Juni 2006) |
Spannender Prozess Daniel Müller-Schott, der inzwischen längst unwidersprochen zur ersten Riege der Cellisten zählt, diese Momente der persönlichen Verdeutlichung ganz dezidiert einbrachte. Er widmete sich der klanglichen Ausformung jedes Tons, jeder kleinen Phrase und macht jede Wendung zur sprechenden Geste. …. Das in seinen Welten von auf den Kopf gestellter Einsamkeit, surrealen Querschlägern und rüder Lebenslust hin- und mitreißende e-Moll-Trio von Schostakowitsch geriet ebenso luzide wie, vor allem im herausfordernd verhalten genommenen Schlusssatz, wuchtig. Das Lauernde dieses Satzes, das Verstellte und damit fremd Bedrohliche wurde zum spannenden Prozess. (Süddeutsche Zeitung, Juni 2006) |
Mit Gefühl und Tiefe Daniel Müller-Schott, fraglos einer er Besten seiner Generation, hatte zielstrebig und schlicht Gefühl und Tiefe. Die Wärme seines Klangs ist nicht Lackierung, sondern kommt aus dem Kern. Als er in Brahms op. 38 die Arpeggio-Ausbrüche anpackte, kam das einem Erdbeben gleich. (tz, Juni 2006) |
Jung beseelt und abgeklärt Wenn Daniel Müller-Schott am Cello sitzt, beseelt und abgeklärt, und seinen Bach mit geschlossenen Augen zelebriert, dann könnte man vergessen, wie jung er noch ist. Trotzdem kennt er längst alle technischen Kniffe und kurvt völlig unverkrampft durch die Seiten der allerschwierigsten Literatur. Das stellt er eindrucksvoll mit Bernd Alois Zimmermanns als fast unspielbar geltender Sonate „Und alles Vornehmen unter diesem Himmel hat seine Stunde“ unter Beweis. … Seine Interpretationen sind charaktervolle Klangskulpturen, ruhig und bedacht und ohne modische Schnörkel auf den Punkt gebracht, der kühle Vernunft mit betörender Empfindsamkeit zu paaren scheint. Nirgends wurde das am Freitag deutlicher als in B. Brittens Suite, die elegant und tiefsinnig, sonor und licht, tänzerisch und völlig uneitel durch den Konzertsaal schwebte. (Münstersche Zeitung Juni 2006) |
Cello-Virtuose Daniel Müller-Schott eroberte die Herzen "Hochkarätig" ist die Vokabel, die das vierte Meisterkonzert mit dem Münchner Cellisten Daniel Müller-Schott angemessen beschreibt. Der 29-Jährige trat am Mittwochabend im Remscheider Teo Otto Theater vor seine Zuhörer, die ihm und seiner eigenen Musiksprache vom ersten Bogenstrich bis zum Schlussakkord gebannt folgten. Jugendliche Frische vereinte sich mit reifer Ausdruckskraft zu einem künstlerischen Erlebnis besonderer Güte. (Remscheider Anzeiger Juni 2006) |
Mit Bach, Britten und Cellobogen … in Johann Sebastian Bachs erster Solosuite in G-Dur war jedes Detail durchgestaltet. Ohne den Sechs-Sätzer unziemlich zu romantisieren, erfüllte Müller-Schott Bachs melodische Bögen mit Leben. Jede Phrase wurde aus der Stille heraus entbunden und wuchs heran, um am Ende im Nichts zu verklingen. Das wirkte nicht nur vital, sondern auch äußerst gepflegt - zumal, wenn der Solist seinen Bogen mit tänzerischer Grazie über die Saiten springen ließ. … Wie authentisch "moderne" Klangeffekte wirken können, zeigte die Gegenüberstellung mit zwei Werken von Penderecki und Benjamin Britten. … Da konnten sich Müller-Schotts Technik und Musikalität passioniert Bahn brechen. Ob mit Springbogen oder klangvollen Pizzicato-Akkorden, blitzschnell gleitenden und doch tonlich abgesetzten Passagen oder intensiver Chromatik - in diesem Schwergewicht wurde sie wirklich zum Ereignis, diese atmosphärische Dichte. (Rheinische Post, 2. Juni 2006) |
