Daniel Müller-Schott

“Mit einer unwiderstehlichen Darbietung von Haydns Konzert in C-Dur verabreichte der faszinierende junge deutsche Cellist Daniel Müller-Schott seinem Publikum eine Dosis Adrenalin. Müller-Schott ist ein furchtloser Spieler mit überragender Technik ... Doch noch eindrucksvoller waren sein prachtvoller, satter Ton und die geradezu akribische Aufmerksamkeit, die er seinem Ausdruck widmete.” The New York Times

"Dann trat Daniel Müller-Schott auf, der längst einer der weltbesten Cellisten nicht nur der jüngeren Generation ist. Leidenschaftlich und heftig, doch frei von Ruppigkeit, legte er sich im harsch attackierenden Kopfsatz (Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1) ins Zeug, der vom Solisten unbedingt Durchschlagskraft, aber auch unentwegten Vorwärtsdrang und tonliche Geschmeidigkeit verlangt.“ Süddeutsche Zeitung

Daniel Müller-Schott ist es in wenigen Jahren gelungen, sich auf den bedeutenden Konzertpodien weltweit zu etablieren. Technische Brillanz und Souveränität gepaart mit großem intellektuellem und emotionalem Esprit faszinieren sein Publikum. Die Entdeckung unbekannter Werke und die Erweiterung des Cello-Repertoires – etwa durch eigene Bearbeitungen – sowie die Zusammenarbeit mit Komponisten und die Auffüh­rung der Musik des 20./21. Jahrhunderts sind Daniel Müller-Schott ein besonderes Anliegen.

Daniel Müller-Schott studierte bei Walter Nothas, Heinrich Schiff und Steven Isserlis. Als Stipendiat genoss er die persönliche Förderung und Unterstützung von Anne-Sophie Mutter innerhalb ihrer Stiftung. Bereits im Alter fünfzehn Jahren machte Daniel Müller-Schott erstmals international Furore durch den Gewinn des Ersten Preises beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb für junge Musiker in Mos­kau 1992.

Mittlerweile konzertiert er weltweit unter re­nommierten Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Andrew Davis, Charles Dutoit, Christoph Eschenbach, Michael Gielen, Alan Gilbert, Bernard Haitink, Miguel Harth-Bedoya, Dmitrij Kitajenko, Gianandrea Noseda, Yakov Kreizberg, Kurt Masur, Sakari Oramo sowie André Previn. Der Cellist arbeitet mit in­ternational bedeuten­den Orchestern zusammen wie dem New York Philharmonic, dem Baltimore, Boston und Chicago Symphony Orchestra, dem Philadelphia Orchestra, dem Oslo Philharmonic Orchestra, den Rundfunkorchestern von Berlin und Hamburg, den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre National de France, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonic de Monte Carlo, dem Netherland Philharmonic Orchestra, dem BBC Philharmonic, dem London Philharmonic Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra sowie mit dem New Japan Philharmonic und dem Spanish National Orchestra.

Im Sommer 2009 wird Daniel Müller-Schott erneut beim Schleswig-Holstein Musikfestival mit gleichnamigem Orchester unter Lawrence Foster auftreten. Besonders verbunden ist der Cellist den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern - im vergangenen Sommer als „Preisträger in Residence“ mit zwölf verschiedenen Programmen vom Barock bis zur Gegenwart – in diesem Sommer nun als Dozent des Sommercampus‘, wo er nicht nur eine Meisterklasse mit hoffnungsvollen Nachwuchscellisten unterrichtet, sondern auch als Solist an drei Abenden zu erleben sein wird mit Haydns Cellokonzert in C-Dur, einem Duoprogramm mit Werken von Britten und Brahms, sowie in einem Nachtkonzert mit Bachs 3. Solosuite.

In der Saison 2009/10 wird Daniel Müller-Schott unter Sir Neville Marriner und der Academy of St. Martin in the Fields mit Saint Saëns‘ Cellokonzert in Deutschland, Österreich und in der Türkei zu hören sein. Eine zweite Tournee mit dem Euskadi Symphony Orchestra unter Mikhail Agrest führt den Cellisten durch Spanien, wo er das Cellokonzert von Edward Elgar spielen wird. Zusammen mit Viviane Hagner und Jonathan Gilad startet Daniel Müller-Schott im Mai 2010 eine erste Trio-Tour mit Konzerten in Hamburg und München sowie in St. Gallen und bei der Schubertiade in Hohenems. Bereits für die folgende Saison ist eine zweite Trio-Tour mit Konzerten in Deutschland und Brüssel geplant. Weitere Höhepunkte sind sein Debüt beim National Symphony Orchestra in Washington unter Jakub Hrusa und Konzerte mit dem MDR Sinfonieorchester unter Jun Märkl mit dem Dvorak Cellokonzert u.a. in Prag. Mit Elgars Cellokonzert wird Daniel Müller-Schott in Mexiko gastieren beim Orquesta Sinfónica Nacional de México unter Carlos Miguel Prieto und mit gleichem Werk beim Luzerner Sinfonieorchester unter Yakov Kreizberg. Zu einer erneuten Zusammenarbeit mit Yakov Kreizberg, dann mit dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo, kommt es beim Kissinger Sommer und beim Rheingau Musikfestival. Das Brahms Doppelkonzert führt Daniel Müller-Schott sowohl mit Arabella Steinbacher unter Stefan Blunier mit dem Beethoven-Orchester Bonn auf als auch mit Henning Kraggerud und dem Seattle Symphony Orchestra unter Vassily Sinaisky. Zu einer erstmaligen Zusammenarbeit mit Thomas Dausgard wird es beim Danish National Symphony Orchestra kommen und mit Dennis Russel-Davis beim Sinfonieorchester Basel. In England wird der Cellist beim Royal Liverpool Philharmonic unter Lothar Zagrosek, beim Royal Scottish National Orchestra unter Alexander Lazarev und auch beim Bournemouth Symphony Orchestra unter Kirill Karabits gastieren.

Recitals, Solo-Abende und Trio Konzerte führen ihn u.a. in das Festspielhaus Baden-Baden, in die Musikhalle Hamburg, in die Philharmonie München, ins Salzburger Mozarteum, in die Wigmore Hall London, in die Carnegie Hall New York, ins Concertgebouw Amsterdam, zur Vancouver Recital Society und in die Tonhalle Zürich. Seine Kammermusikpartner sind u.a. Nicholas Angelich, Jonathan Biss, Renaud Capuçon, Julia Fischer, Jonathan Gilad, Viviane Hagner, Angela Hewitt, Daniel Hope, Steven Isserlis, Robert Kulek, Olli Mustonen, Anne-Sophie Mutter, André Previn und Jean-Yves Thibaudet sowie  das Fauré Quartett, das Quatuor Ebène und das Vogler Quartett.

Bei internationalen Musikfestivals ist Daniel Müller-Schott regelmäßig zu Gast u.a. in Salzburg, Luzern, Schleswig-Holstein, Rheingau, Schwetzingen, Mecklenburg-Vorpommern, dem City of London Festival, dem Kammermusikfestival Vancouver und in den USA bei Festivals in Ravinia, Saratoga, Tanglewood und dem Aspen Music Festival.

Daniel Müller-Schott ist es ein wichtiges Anliegen, junge Menschen für die Musik zu begeistern und ihnen die magischen Momente der Musik zu vermitteln. Deshalb engagiert er sich ehrenamtlich für das Projekt „Rhapsody in School“, wo er in diesem Jahr erstmalig eine deutsche Schule in Madrid besucht hat. Aber auch in seinen Meisterkursen, zu denen er in Deutschland und insbesondere in den USA eingeladen wird, setzt sich Daniel Müller-Schott nachhaltig für die Musik ein.

Die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dem Oeuvre Johann Sebastian Bachs ist für Daniel Müller-Schott immer wieder Zentrum und Ausgangspunkt seiner Arbeit. Deshalb überraschte es kaum, dass er für seine erste CD im Bach Jubiläumsjahr 2000 die Sechs Suiten für Cello Solo wählte (Glissando Records).

Mittlerweile hat Daniel Müller-Schott eine umfangreiche Diskographie bei ORFEO, Deutsche Grammophon, Pentatone und EMI Classics vorgelegt. Mit dem Label ORFEO verbindet ihn eine enge Kooperation. Seine Einspielungen wurden von Publikum und Presse enthusiastisch aufgenom­men und mit Auszeichnungen bedacht, wie den Gramophone Editor’s Choice, Strad Selection, sowie „CD of the month“ beim BBC Music Magazine. Für seine Einspielungen der Cellokonzerte von Elgar & Walton, sowie für die jüngste CD mit Schostakowitsch’ Cello-Konzerten, aufgenommen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Yakov Kreizberg, erhielt er den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik.

Im September 2009 wird eine weitere Neuerscheinung bei ORFEO veröffentlicht mit den Cellokonzerten von Schumann und Volkmann, produziert mit dem NDR-Sinfonieorchester unter Christoph Eschenbach. Der zweite Teil des Beethoven-Zyklus‘ zusammen mit Angela Hewitt wird im November 2009 bei Hyperion herauskommen und für das Frühjahr 2010 sind die Mendelssohn Sonaten mit Jonathan Gilad bei ORFEO geplant.

Daniel Müller-Schott lebt in seiner Heimatstadt München. Er ist begeisterter Freizeitjogger und Fußballspieler. Für die Bildende Kunst, insbesondere für die französische Malerei des 19. Jahrhunderts, hat der Künstler eine große Affinität entwickelt. Der Umgang mit Farbe und Licht fasziniert und inspiriert ihn immer wieder neu. Anlässlich eines Porträtauftrages der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern an den Dresdner Künstler Ekkehard Tischendorf zu Daniel Müller-Schotts Residency 2008 ist der Cellist selbst auf einem Gemälde zu sehen.

Daniel Müller-Schott spielt das 'Ex Shapiro' Matteo Goffriller Cello, gefertigt in Venedig 1727.

August 2009

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