| Aktuelle Konzertkritiken |
| Cello als Instrument beglückender Seelenreinigung
„... unsere Seele erfährt durch Daniel Müller-Schott eine Reinigung, wie sie wohl schöner kaum sein kann: In Bachs Cello-Suiten Nr. 1 und 3 entwickelte der 33-Jährige einen wunderbar schlank-eleganten, doch in jeder Phrasierung und Akzentuierung zugleich ungemein lebendigen Klangkosmos, der auf abgestufte Weise dem jeweiligen Satzcharakter Rechnung trägt. Natürlich verfügt auch der Münchner über die groß-konzertante, souverän-spätromantische Virtuosengeste, doch stellt Müller-Schott selbige an diesem Nachmittag klug zurück hinter den Gedanken eines stringenten wie in jedem der zahlreichen aneinandergereihten Tänze aufs Neue in seiner Klangfantasie inspirierten Bach-Durchgangs. ... Zwischen diese beiden "Glasperlenspiele" auf vier Saiten hatte Müller-Schott als moderne "Gegenstücke" die beiden ersten Suiten Brittens gesetzt. Müller-Schott beeindruckte dabei nicht nur mit einer Selbstverständlichkeit in der Phrasierung, sondern vor allem mit einer - trotz höchster technischer Herausforderungen - stets gleich bleibenden inneren Ruhe, der auch den von Britten um die Musik gelassenen "Leer-Raum" jederzeit spürbar machte - vollendete Festival-Glücksmomente. (Julian Hofer, die Welt 27.7.2010) |
| Mit Inbrunst und viel Wärme
Die Feier zu 20 Jahren Festspiele hat Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag mit einer "hohen Messe für das Cello" ausklingen lassen. Dazu hatte man sich keinen Geringeren als Daniel Müller-Schott eingeladen, von dem Festival-Intendant Matthias von Hülsen sagt, er habe mit seinen 33 Lebensjahren bereits "den Olymp der Musiker" erreicht. Die beiden Suiten Nr. 1 G-Dur (BWV 1007 und Nr. 3 C-Dur BWV 1009), die im Konzert zu hören waren, zählen zu den reifsten Interpretationen des Musikers. ... Daniel Müller-Schott macht vor diesem Hintergrund ein faszinierendes Angebot. Wer Bachs Cello-Suiten für kühle Kopfmusik hielt, kann sich eines Besseren belehren lassen. Müller-Schott spielt mit Inbrunst, wundervoller Intonation, großem dynamischen Umfang und viel Wärme. Die Tempi sind energisch vorwärtsdrängend, kaum aber nur des Effektes wegen. Von Bach sind Brittens Cello-Suiten solo Nr. 1 und Nr. 2 eingerahmt. Daniel Müller-Schott spielte beide Stücke, bei denen der Einfluss Schostakowitschs in jeder Note zu spüren ist. Brittens Suiten haben den Charakter von seelischen Reisen durch Wogen von Wünschen, Ängsten, Erinnerungen, sind somit weit persönlicher als die Bachs. Gemessen daran erscheint Müller-Schotts Ton ein wenig kühl, aber nicht unpersönlich, seine Linie atmet, und die Verläufe schwingen weit aus. Dieses Konzert war sicher eines der interessantesten der Festspielsaison. (Nordkurier, 27.07.2010) |
| Neu erfundene Musik, vollendete Carmen
Luxemburg: Dieses Konzert hätte gleich in zwei Serien, nämlich Grands orchestres und Grands solistes der Philharmonie Luxemburg laufen können. Das Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo und der deutsche Cellist Daniel Müller-Schott waren aber Gast des Echternacher Festivals, wenngleich der Ort des Geschehens das Grand Auditorium auf dem Luxemburger Kirchberg war. Sie bescherten den Festspielen ein grandioses Finale, einen Abend, von dem noch lange zu reden sein wird. ..... Genauso wie die Strawinsky-Suiten kennt man natürlich Antonin Dvoáks Cellokonzert, Opus 104 und auch hier hatte man den Eindruck, dass die sattsam bekannte Musik gerade neu, gerade frisch erfunden war. Zu danken war dies Müller-Schott mit seinem musikalisch wie technisch gleichermaßen brillanten Spiel und dieser glückhaften Symbiose aus Solist, Orchester und Dirigent, wie man sie nicht so häufig erleben darf. Ein großartiges Erlebnis. (Gerhard W. Kluth, Trierischer Volksfreund, Juli 2010) |
| Heidelberger Frühling: Müller-Schott gibt im Trio den Ton an Überquellende Gefühle und ein sagenhaftes Instrument „So ist das eben, wenn sich ausgeprägte Musiker-Persönlichkeiten zu einem Trio zusammensetzen. Nun löst ein prominent besetztes Trio beim Heidelberger Frühling heftige Begeisterungsstürme aus, das dem Cello die Rolle des Sprachrohrs zuschiebt. Voluminöse Prachtentfaltung |
| "... Solist am Cello war der Deutsche Daniel Müller-Schott. In den unteren Lagen summten seine Töne warm wie ein Korb zufriedener Bienen, höhere Noten klangen straff und zwingend. Schien Müller-Schott im ersten Satz noch ein wenig auf das Tempo zu drücken, gerieten ihm die goldenen Phasen des Adagios umso liebevoller. Das Finale begann beherzt und endete in wehmütiger Nostalgie. Cello- und Orchesterklang verschmolzen in wohliger Wärme und schufen so eine Stimmung zarter Reflexion". (Chris Shull, Star Telegram Fort Worth, 29. Februar 2010) |
| Bierzelt und Blasmusik
Umwerfend wirkte das von Daniel Müller-Schott gespielte Cellokonzert (1980) von Friedrich Gulda, der als klavierspielender Jungstar alles andere war als ein von Crossover inspiriertes Enfant terrible. Daniel Müller-Schott investierte viel Mut zur Übertreibung und furiosen Ausdruck. …. 14 Minuten lang gelang es Müller-Schott (Anmerk.d.Red. Korngolds Cellokonzert) - diesmal ohne Verstärkung, die den edlen Tönen seines Goffriller-Cellos bei Guldas Konzert gar nicht gutgetan hatte -, traditionelle Streichertugenden wie eine unsentimental weit tragende Gesangslinie und ein kontrolliert virtuoses Aufbegehren ins beste Licht zu rücken. Jubel und zwei Solostücke von Ravel und Bach als Zugabe. (Helmut Fiedler, Stuttgarter Nachrichten, 22.02.2010) |
| „Dvorák hinterließ wiederum den stärksten Eindruck. Daniel Müller-Schott ist ein Solist, dessen Spiel man am besten als kerngesund bezeichnet. Er findet Intensität im Vibrato, begnügt sich aber nicht mit bloßem Strahlen. Aus dem solistischen Vordergrund hörte er sich häufig ins Orchester hinein, wobei ihm schöne Dialoge mit Oboe und erster Violine gelangen. Melodiös verströmte sich Müller-Schott im Adagio. Das war romantischer Schönklang, der wunschlos glücklich machte. …“ (Benjamin Herzog, Basler Zeitung, 12.02.2010) |
| Mit den richtigen Solisten wirkt auch Brahms nicht spröde
Worauf die Ouvertüre allerdings nicht vorbereiten kann, ist die erstaunliche Wirkung, die ein simpler optischer Effekt auf die Deutung des Doppelkonzerts durch den hinschauenden Hörer haben kann: die Solovioline von einer schönen jungen Frau gespielt, das Solocello von einem attraktiven jungen Mann, beide musikalisch wunderbar harmonierend. Es müsste ein im Herzen verknöcherter Purist sein, der jetzt beim Singen, Sinnen, Tanzen, Plaudern, Schwärmen, Schwelgen der beiden nicht an ein großes Duett zweier Liebender etwa bei einem Spaziergang durch die weite Natur denkt. Es soll hier gewiss nicht Äußerlichkeit über die Musik erhoben werden. Spielten die beiden jungen Leute schlecht, es würde ihnen auch die hübscheste Optik nicht helfen. Aber Geigerin Arabella Steinbacher und Cellist Daniel Müller-Schott sind gut, sehr gut. Blunier führt Orchester und Solisten in enger Fühlung, lässt den beiden dennoch genügend Luft für ihre unaufdringlich, aber in virtuoser Klarheit und fein gewogener Innigkeit vorgetragene Zwiesprache. Der oft erhobene Vorwurf, das Brahms-Doppelkonzert sei spröde, hier wird er entkräftet. (Andreas Pecht, Rhein-Zeitung, 08.02.2010) |
| Arabella Steinbacher konzertierte mit wunderschönem Geigenton neben Daniel Müller-Schott. Beide machten aus der vor allem im Schlusssatz wetteifernden Musik ein Hörereignis, beherrscht von Klangschönheit und energiereichem Zusammenspiel. (Felicitas Zink, Bonner Rundschau, 01.02.2010) |
| Stefan Bluniers Freitagskonzert: Zwei begnadete Solisten und eine wenig bekannte Sinfonie Arabella Steinbacher und Daniel Müller-Schott zählen längst zu den großen Stars der Klassik-Szene. Für das Doppelkonzert bilden sie ein ideales Paar. Jeder für sich ein fabelhafter Solist und im Zusammenspiel trägt die intensive kammermusikalische Arbeit, der sich beide gern hingeben, die schönsten Früchte. Zum Niederknien schön war ihr Zusammenspiel in dem liedhaften Thema zu Beginn des langsamen Satzes, aus dem sich dann ein herzergreifendes Zwiegespräch zwischen der Stradivari Steinbachers und dem Goffriller-Cello Müller-Schotts entwickelte. (Bernhard Hartmann, Bonner Generalanzeiger, 01.02.2010) |
| „… Der 33-jährige Cellist ließ im Fünfsätzer des berühmten Pianisten (Anmerk.d.Red. Friedrich Guldas Konzert für Violoncello und Blasorchester) die Passagen nur so flitzen, volltönende Doppelgriffe erklingen und immaterielle Flageoletts; er intonierte innige Kantilenen, alpenländische Tanzweisen und auch bissige Rock-Rhythmen. Was für eine verrückte Mischung in diesem aberwitzigen Stück, das den Bläsern zwei Kontrabässe, Gitarre und Schlagzeug zur Seite stellt. … Kurz und knapp: eine musikalische Mordsgaudi. In Guldas 30 Jahre jungem Stück konnte Müller-Schott seine ganze Vielseitigkeit als Cellist vorführen …” (Ulrich Mutz, Rheinische Post, 30.01.2010) |
| „… Der Höhepunkt der Woche war das Konzert in Is Sanat, wo der Cellist Daniel Müller-Schott zusammen mit der Academy of St. Martin in the Fields mit Saint-Saëns’ Cellokonzert auftrat. The Cellist besticht durch einen unglaublichen Ton: samtweich, intensiv im Ausdruck und souverän. Orchester und Solist überzeugten durch eine große Harmonie und perfekte Intonation.” (Cumhuriyet, Istanbul, 20.01.2010) |
| Freude am Genuss
„…im ersten Cellokonzert von Camille Saint-Saëns überließ Marriner die Führung generös dem jungen Solisten Daniel Müller-Schott. Der räumte als feuriger Virtuose angemessen ab, zeigte seine künstlerische Größe freilich noch eher in den fesselnd und beredt gestalteten Monologstrecken des balladenhaften Werks - und ebenso in der zugegebenen Ravel-Habanera. …” (Stefan Rütter, Kölner Stadtanzeiger, 12.01.2010) |
| „… Saint-Saëns erstes Cellokonzert mit Daniel Müller-Schott, einem der führenden Cellisten seiner Generation, glühte vor Lyrik und Espressivo. Die Zwiesprache mit dem Orchester war wach und lebendig. …” (Norbert Laufer, Rheinische Post, 11.01.2010) |
| Kontrollierte Schwärmerei
„…Selbstbewusst und strahlend spielt Daniel Müller Schott - selbst in kniffligen Passagen des Cellokonzerts Nr. 1 von Saint-Saens. Auf romantische Schwärmerei und Virtuosentum versteht er sich ebenso wie auf lyrische Gesänge. Mit Anfang 30 zählt der gebürtige Münchener, einst durch die Anne-Sophie-Mutter-Stiftung entdeckt und gefördert, bereits zur internationalen Cello-Elite. Wie mustergültig und ernst der junge Herr aus gutem Haus die französische Romantik und Bach-Suiten interpretieren kann, demonstrierte er beim Meisterkonzert am Samstagabend in der Tonhalle. Hellwach, geistreich und so intensiv wie Kammermusik deutet er das Opus, das wie eine Rhapsodie dahin fließt. Seine dunklen Töne sind inbrünstig, das Allegro hellt auf und steckt in quirligen Passagen an. Müller-Schott hat Temperament, zügelt es aber. Das Resultat: Kontrollierte Schwärmerei. …” (Michael-Georg Müller, NRZ Der Westen, 10.01.2010) |
| Für das Cellokonzert D-Dur von Joseph Haydn und das einsätzige C-Dur Konzert von Erich Wolfgang Korngold hatte man mit Daniel Müller-Schott zudem einen begnadeten Solisten verpflichten können. ... In beiden Werken bestach er mit warmem und rundem Ton, den in der Tiefe eine stählerne Präsenz und in der Höhe eine filigrane Leichtigkeit auszeichnete. (Jan-Geert Wolff, Allgemeine Zeitung, 22.12.2009) |
| Klassik-Interpretation der Spitzenklasse
„Mit ihrem Sonatenprogramm für Klavier und Violoncello haben Martin Stadtfeld und Daniel Müller-Schott ihr Publikum in Begeisterung versetzt. … In seinem zweistündigen Konzert gab das Duo mit faszinierender Ausstrahlung, glänzenden Interpretationen und Genauigkeit im Zusammenspiel eine Kostprobe davon ab, welch enormen Reiz klassische Kompositionen entfalten können, sobald sie auf internationalem Niveau vorgetragen werden. Bereits nach den ersten Tönen der Eingangs-Sonate für Violoncello und Klavier G-Dur von Johann Sebastian Bach verdeutlichten die Interpreten, dass sie in bester Stimmung ins Kleine Haus gekommen waren. Ohnehin wird man für eine zeitgenössische Bach-Präsentation zumindest in Deutschland kein überzeugenderes Duo zusammenstellen können als Martin Stadtfeld und Daniel Muller-Schott. …“ (Helmut Riewe, Delmenhorster Kreisblatt, 07.12.2009) |
| „In einer weit ausgreifenden Steigerung in Elgars Cellokonzert wird der erste Hauch des Solocellos aufgenommen und ein romantisch-sehnsuchtsvolles Gerüst aufgebaut, welches schon bald in einem ersten Tutti-Forte kumuliert. Der Solist Daniel Müller-Schott war mit seinem üppigen und weichen Klang prädestiniert, den weit tragenden mehr akkordisch denn melodiösen Stückverlauf zum Leben zu erwecken. Mit expressivem Spiel kostete er den romantischen Überhang der Komposition aus. Virtuos stürzte sich Müller-Schott in den 'Hummelflug' des Allegros. Was die vorhergehenden Takte an Pathos offerierten, wurde hier an Virtuosität zelebriert.“ (Roman Kühne, Neue Luzerner Zeitung, 4. Dezember 2009) |
| Ein intelligenter Genießer
„Die Rokoko-Variationen op. 33 für Violoncello und Orchester von Peter Iljitsch Tschaikowsky wollen nichts anderes sein als einfach schöne, geistvoll unterhaltsame Musik. Wie viele echte Einfälle finden sich darin. Im ersten Abonnementskonzert des Zürcher Kammerorchesters (ZKO) in der Tonhalle Zürich entließ einen das Werk in frohgemuter Stimmung in die Pause: Der Solist, der deutsche Cellist Daniel Müller-Schott, liebt es, den Einfallsreichtum Tschaikowskys aus dieser Musik richtiggehend herauszukitzeln. Er zeigt gerade das geistvoll Heitere mit bestrickenden gestalterischen Details. ... Schönheit scheint er in diesem Werk über alles zu stellen, er genießt den Klang seines Goffriller-Cellos, und seine Intonation ist selbst an den heikelsten Stellen von einer Perfektion, die man suchen muss. Dass die Folge der sieben im Charakter sehr unterschiedlichen Variationen auch als Ganzheit stark wirkte, war nicht nur Müller-Schotts intelligentem Gespür für die formale Funktion jedes Details zu verdanken, sondern auch dem unter der Leitung von Chefdirigent Muhai Tang und mit der neuen Konzertmeisterin Natalie Chee aufmerksam und genau hinhörenden und mitdenkenden ZKO. Genuss pur in einem elegisch-melancholischen Tonfall gab es noch einmal nach der Pause in Ernest Blochs dreiteiliger Suite «From Jewish Life» (1924), ursprünglich geschrieben für Violoncello und Klavier, hier in einer wenig bekannten Bearbeitung für Solocello, Harfe und Streichorchester. Das Orchester bietet hier nicht viel mehr als eine klangvolle Umgebung für den eindringlichen Auftritt des Cellisten. Dass Müller-Schott durchaus auch andere Ausdrucksdimensionen kennt, zeigte er in seiner klug gewählten Zugabe: Am kommenden Samstag, 24. Oktober, kann der amerikanische Komponist George Crumb seinen achtzigsten Geburtstag feiern. Mit Fulminanz und voller Farben spielte der Cellist den hochdramatischen Schlusssatz «Toccata» aus Crumbs früher Sonata (1955) für Violoncello solo…“ (Alfred Zimmerlin Neue Zürcher Zeitung, 22.10.2009) |
| "Zauber der Musik" Allgemeines Vergnügen „Wie weit ist es von Lakonie zu Melancholie? Bei Daniel Müller-Schott ist es nur ein Taktstrich. Es passiert zwischen Takt 131 und 132 des ersten Satzes von Antonín Dvoràks Cello-Konzert, im MDR-Konzert am Sonntagabend im Gewandhaus. Da schwenkt der Solist nahtlos um, fließt weiche Wehmut aus seinem Cello, wo er zuvor das Thema, das düstere Klarinette und helle Streicher so behutsam transportiert hatten, spröde und lakonisch aus den Saiten strich. Und dann ist da nur noch Gefühl: zu Herzen gehende Emotionen des jungen Cellisten solo oder im Dialog mit Flöte und dem übrigen Orchester, … Im zweiten Satz ein zauderndes, zagendes, nachdenklich fragendes Cello mit dem brillanten Müller-Schott über einem feinen Klangbett aus Klarinetten und tiefen Pizzicato-Streichern, geschmeidigen Hörner. Dirigent Jun Märkl muss hier nur überwachen, sanft winken, geleiten. Der Rest kommt von allein. Ebenso im grandiosen Finale, wo sich die Streicher vehement vereinen oder auch zart aufgliedern, und wo strahlende Blechbläserfanfaren zum versöhnlichen Ausklang beitragen, das Solocello auftrumpft und im Vibratoschmelz schier vergeht. So ist der Jubel riesig im ausverkauften Großen Saal nach der ersten Konzerthälfte, …" Birgit Hendrich, Leipziger Volkszeitung, 15. September 2009 |
| "...Robert Schumanns heikles Cellokonzert, das Daniel Müller Schott mit wunderbar sensibler Tongebung und Gespür für seine introvertierte Tragik zum Glück dieses Abends macht. Eine Musik – zerbrechlich, ungeschützt und für keine Herrschaftsgeste tauglich." (DER TAGESSPIEGEL BERLIN, Isabel Herzfeld, 11. August 2009) |
| "Nicht nur die Virtuosität macht den großen Interpreten aus. Auch die kleine Geste zählt, wie an diesem Abend der letzte Ton von Maurice Ravels 'Habanera' auf eine Weise verklingt, dass man das Gefühl hat, jetzt müsse die ganze Welt den Atem anhalten, weil in dieser zerbrechlichen musikalischen Geste höchste Vollkommenheit liegt.
Und das ist nur Daniel Müller-Schotts Zugabe. Zuvor hat er Schumanns Cellokonzert mit bemerkenswerter Nachdenklichkeit und sinnlicher Ausdruckskraft nachgespürt und das Publikum zum Jubeln gebracht. Der Mann, der bereits im zarten Alter von 15 Jahren den ersten Preis beim Tschaikowsky-Wettbewerb gewann, wurde von Anne-Sophie Mutter gefördert. Er vermeidet die große Show, setzt ganz auf musikalische Sinnsuche und ist deshalb für das spröd-vergeistigte Schumann Konzert genau der Richtige." |
| Wo ständig neue Sterne am Horizont aufgehen, in der Cello-Welt, gibt es
ein großes Talent, das in Japan noch nicht besonders bekannt ist: den
im November 1976 in München geborenen Daniel Müller-Schott. Ich hatte das Gefühl, nach einem halben
Jahrhundert Sendepause erstmalig wieder einem Vertreter der “deutschen
Schule” zu begegnen (17. Juni 2009 in Asahi-Halle im Hamarikyû Park
in Tokyo). Es wurden nur Solo-Stücke (ohne Klavierbegleitung) aufgeführt, und zwar
drei ganz besonders schwierige. Zunächst die Suite Nr. 2 in D-Moll für
Cello Solo von Johann Sebastian Bach.
... Die Suite Nr. 3 für Cello Solo von Benjamin Britten, war bereits ein Glanzlicht. ... Die Ausführung von Müller-Schott war wohl die beste dieses Werks, die ich bisher je gehört habe. Er überwand die am laufenden Band auftretenden besonderen technischen Hürden, begegnete dem Werk und den dahinter stehenden Dingen mit tiefer Achtung und Ergriffenheit und entspann dabei bisweilen außergewöhnliche Momente musikalischer Schönheit. Obwohl der Konzertbesucher allein mit dieser Britten-Aufführung schon ganz auf seine Kosten gekommen war, folgte noch eine Pause und die Bach-Suite Nr. 6 in D-Dur. Im Präludium wurden die unsinnig hohen Töne durch moderne Spieltechniken unter Einsatz des Daumens der linken Hand problemlos bewältigt. Bei der abschließenden Gigue wurde ein kraftvoll-feuriges Spiel entfaltet, bei dem der Bogen auf das Instrument geworfen wurde. ... Es wurde zu einem Konzert, das die Wiederbelebung der deutschen Cello-Szene sinnlich erfahrbar machte und damit zugleich Sorgen auf das allzu lange Darniederliegen des japanischen Cellospiels lenkte. (Tokyo Shimbun, Juni 2009) |
| Das Cello feiert Haydns schöne Melodien Das Konzerthausorchester Berlin gastierte mit dem Cellisten Daniel Müller-Schott beim Rheingau-Musik-Festival im Kurhaus Wiesbaden. „Bei seinem Gastspiel im Thiersch-Saal des Wiesbadener Kurhauses startete das Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Lothar Zagrosek stehende Orchester mit Brahms’ wärmenden Variationen über Haydns «Chorale St. Antoni» …. Die Zuhörer wurden auf diese ungewöhnliche Weise an die Musik Haydns herangeführt; danach sollte der Cellist Daniel Müller-Schott im Cellokonzert C-Dur Haydn in «Reinkultur» zu Gehör bringen. Der junge Solist bewies technische Souveränität und offenbarte unbändige Musizierlaune. So geriet besonders der erste Satz sehr beweglich und kraftvoll – Müller-Schott brachte den melodiösen Charakter dieser Musik sehr gut zum Ausdruck….“ (Matthias Gerhart, Frankfurter Neue Presse Juli 2009) |
| Spannung durch mehr Biss als Schönklang
und Eleganz RMF Konzerthausorchester Berlin mit Cellist Daniel Müller-Schott im Kurhaus „Wenn Daniel Müller-Schott auf seinem Violoncello "Ex Shapiro" spielt, wird der Dirigent beinahe zur Randfigur. Bei seinem Auftritt im Wiesbadener Kurhaus kommunizierte Müller-Schott mit den Streichern des Konzerthausorchesters Berlin so intensiv, dass sich Lothar Zagrosek am Pult auf das dezente Vermitteln von Einsätzen zurückziehen konnte. Der 33 Jahre alte Solist, einer der bevorzugten Kammermusik-Partner von Geigerin Anne-Sophie Mutter, interpretierte beim Rheingau Musik Festival das Cellokonzert Nr. 1 C-Dur von Joseph Haydn nämlich so impulsiv wie kommunikationsfreudig. Herbe, dunkle Noten Daniel Müller-Schott scheint die klanglich herben, dunklen Noten seines Violoncellos besonders zu schätzen, so deutlich ließ er sie selbst in den virtuosen Passagen der Ecksätze hervortreten. Manch etwas flapsig angerissenen Tonansatz, einige etwas unter Überdruck stehende Höhen nahm er dabei in Kauf - mehr Biss als Schönklang, mehr Würze als Eleganz prägten seine dabei stets spannungsvolle Wiedergabe. Dass ihm aber auch das Sonor-Kantable nicht fern liegt, bewies er im langsamen Haydn-Satz, erst recht aber in Maurice Ravels nebst einem Bach-Satz zugegebener "Habanera" … “ (Wiesbadener Kurier, Juli 2009) |
| Daniel Müller-Schott: Wenn auch das Auge gerne mithört Daniel Müller-Schott und Konzerthausorchester Berlin in Kissingen „Es war mehr als nur ein gut gespieltes Stück Musik, was der junge Cellist Daniel Müller-Schott und das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Lothar Zagrosek beim Kissinger Sommer aus Joseph Haydns C-Dur-Konzert für Violoncello und Orchester machten. Zwischen Johannes Brahms' opulenten Haydn-Variationen und Robert Schumanns vierter Sinfonie glänzte das abgespeckte Orchester mit rhythmischer und artikulatorischer Genauigkeit und kehrte Lebendigkeit und Brisanz des gewitzten Vielschreibers Haydn heraus. Aufmerksame, lebhafte Gesichter im Orchester, im ständigen Dialog mit Dirigent und Solisten, machten bewusst, dass auch das Auge immer wieder gerne mithört. Müller-Schott schaffte es mit seiner verblüffenden Musikalität, stets die Balance zwischen einem Zuviel und einem Zuwenig zu halten – an Dynamik, an Gestik und Mimik während des Spiels. Sein innerer Gestaltungsdrang bescherte den Zuhörern eine herrlich unverbrauchte Haydn-Interpretation, die gleichzeitig voller Reife und Tiefe war. Im zweiten Satz zeugten Blicke und zwischen den Musikern hin- und her huschendes Lächeln von der Intimität, mit der musiziert wurde. Doch verging Daniel Müller-Schott nicht in der Innigkeit des Adagios, sondern gestaltete es spannungsvoll und mitunter packend dramatisch. Alle Beteiligten schienen ihre Fühler bis zum Anschlag ausgefahren zu haben, und so gelang der dritte Satz mit einer Feurigkeit und Frische, die vom Publikum durch Trampeln und Bravorufe belohnt wurden. Zwei Solozugaben des 1976 in München geborenen Cellisten (eine lupenreine Habanera von Maurice Ravel und Johann Sebastian Bachs Bourrée Nr. 1 aus der 3. Suite C-Dur) verstärkten den erstklassigen, sympathischen Eindruck, den er mit Haydn hinterlassen hatte. ..“ (Mainpost Juli 2009) |
| Lob der Geschmeidigkeit Daniel Müller-Schott beim „Nymphenburger Sommer“ „… Der junge Cellomeister bot Haydns C-Dur-Konzert mit jener tonlichen und technischen Geschmeidigkeit, die ihn zu einem der führenden Cellisten unserer Tage macht. Er missverstand Haydns brillantes Konzert nicht als Test für rasende Geläufigkeit, sondern phrasierte stets ausartikuliert, differenzierte sein Vibrato ganz im Sinne der jeweiligen Intensivierung des Ausdrucks und ließ sein herrliches Goffriller-Instrument unforciert klingen. Besonders das Adagio wusste er im Mittelteil dramatisch aufzuladen, ohne in falschen Expressionismus zu geraten. Nur das Allegro molto geriet dann doch an die Grenze zum Presto. Dennoch war der Wille zum Haydnschen Belcanto noch spürbar. Als Zugabe folgte das inständig ausgesungene "Gebet" von Ernest Bloch. Als Rarität spielte Müller-Schott Schuberts Arpeggione-Sonate in einer Streichorchesterfassung von Heinrich Klug. So tonschön und ausdrucksvoll der Cellist auch agierte, das Orchester hob den charakteristischen Gegensatz zwischen Tasten- und Streichinstrument auf. ... Mit einer Bach-Bourrée als Zugabe überließ Daniel Müller-Schott dann den Stuttgartern die Bühne…“ (HARALD EGGEBRECHT, Süddeutsche Zeitung Juli 2009) |
Wechselhafte Temperaturen „… Der Mittdreißiger hat mittlerweile eine kometenhafte Karriere gemacht, und dies nicht etwa, weil er schneller oder irgendwie hipper spielte als andere. Er befragt eine Musik stets nach ihrem eigenen Ton. Seine Virtuosität ist ihm dabei nur Mittel zum Zweck. Er will an die Substanz heran, so wie bei diesem Haydnkonzert, das sich deshalb als überraschend romantisch im Tonfall und frech-schnittig im Rhythmus zeigte. Dass Ernest Blochs "From Jewish Life" (bearbeitet von Christoph Palmer) nicht im tümelnd folkloristischen Kitsch zu verorten ist, ebenso wenig wie die Habanera Ravels und der letzte Satz von George Crumbs Solosonate (1958), führte Müller-Schott mit verschieden temperiertem Ton vor Ohren, kühl funkelnd bis funkensprühend….“ (Annette Eckerle, Stuttgarter Zeitung, Mai 2009) |
Das Bach’sche Erbe und die Zukunft des Cellos Mehr
Schnelligkeit konnte man vernehmen im Haydn-Konzert, vielleicht
angetrieben von dem stürmischen Bogen des fabelhaften Daniel
Müller-Schott (München, 1976), der nicht nur einen
runden, stets bis zur Perfektion verfeinerten, üppigen
und geschärften
Klang zeigte, sondern mit sehr ausgeprägten Betonungen
und unter Einsatz eines auf Ornamentfragen reduzierten Vibratos
spielte.
Die äußerste Brillanz in der ersten Kadenz des ersten
Satzes verwandelte sich im zentralen Adagio in eine Expressivität
fast Schubertianischen Charakters und zeigte im Finale ein
kraftvolles Rhythmusverständnis, das sich dem konzertmeisterlosen
Ensemble nahezu aufprägte. Lyrischer und eleganter, jede
triefende Stimmung meidend, seine Interpretation des Werks
von Ernest Bloch,
mit zarten Strukturen und einem beinahe religiösen Klang.
Er verabschiedete sich unter Ovationen mit einem Stück
von George Crumb. (Diario de Sevilla,
Mai 2009) |
| Bei Bachs 3. Suite für Violoncello solo BWV 1009 entfaltete der junge Daniel Müller-Schott auf seinem kostbaren Gofriller-Cello seine ganze Kunst. Die technischen Hürden nahm er im Handstreich und widmete sich mit Lust und Laune dem Spiel mit Akkorden und Figurationen. Den tänzerisch-höfischen Gebärden der barocken Musik spürte er mit großem Schwung nach und betörte in den tiefen Lagen mit sonorem, vollen Ton. (Kölner Rundschau, April 2009) |
| Beglückendes Einvernehmen Christoph Eschenbach war mal wieder in der Philharmonie, diesmal mit dem London Philharmonic „…Diesmal mit dem London Philharmonic Orchestra und dem Star-Cellisten Daniel Müller- Schott. Und wieder ist von einem hochrangigen Konzertereignis zu berichten. Eschenbach und Müller-Schott beglückten schon einmal gemeinsam im Alfred-Krupp-Saal durch ihr hohes künstlerisches Einvernehmen. Nun stand mit Dvoráks Cellokonzert die affektgesättigte Tonsprache der Spätromantik auf dem Programm. Und so wie sich das London Philharmonic Orchestra mit sinfonischem Impetus in die Exposition stürzte, so kostete es die Musik des böhmischen Meisters expressiv und klangopulent aus. … Müller-Schott bewies einmal mehr, dass er in der Königsklasse der Cellisten ganz oben mitspielt. Hochmusikalisch, verinnerlicht - oft mit geschlossenen Augen - und verbindlich gibt er seinen Part: Man nimmt ihm alles wie selbstverständlich ab: die markig breiten Akzente, die natürlich empfundenen Temponuancen, die in atmendem Vibrato ausgesungene Kantilene. Sein Adagio-Melos zergeht auf der Zunge, seine technische Bravour (auch in der Ravelzugabe) und die saubere Intonation. Helle Begeisterung und Jubel im Publikum waren da nur allzu verständlich. …“ (Neue Ruhr Zeitung, 19.03.09) |
| Poesie mit dem Cello suchen Daniel Müller-Schott und Christoph Eschenbach war in der Philharmonie Essen „Was wäre das für ein großartiger Schluss, wenn Dvorak sein Cellokonzert op.104 mit der traurigen Erinnerung an eine verstorbene Jugendliebe beendet hätte. Die etwas plakativen letzten Takte werden ihm aber bis heute gerne verziehen. Erst recht; wenn ein Solist seine Stärken im lyrischen Bereich hat. So wie Daniel Müller-Schott, der in der Essener Philharmonie immer wieder sehr schöne Dialoge mit dem London Philharmonic Orchestra suchte und fand. … Sein Ton entfaltet die stärksten Reize, wenn er in leisen Passagen sein Vibrato reduziert. Etwa wenn er die Bläser in wunderschönen lyrischen Passagen gleichberechtigt neben sich ließ. Gerade deswegen funktionierte die Idee so gut, diese poetischen Momente noch weiter in den Mittelpunkt zu rücken als üblich. …. Solist und Dirigent wurden bejubelt. Vom Cellisten gab es dafür noch Ravels Habanera.“ (Klaus Lipinski, Ruhr Nachrichten, 19.03.009) |
| Keine Scheu vor Knalleffekten Der junge Cellist Daniel Müller-Schott stahl dem London Philharmonic Orchestra fast die Show Und doch hätte beinahe ein 32-Jähriger dem britischen Elite-Orchester die Show gestohlen. Daniel Müller-Schott spielte das Paradewerk seines Faches, das Cellokonzert von Antonin Dvorák, so abgeklärt und entspannt, aber auch so hochkonzentriert und mit solch nachdrücklicher Intensität, als besäße er bereits Reife und Erfahrung von Altmeistern wie Casals oder Rostropowitsch. Mit Bedacht ist der Münchner seine Karriere angegangen. Vom kurzatmigen kommerziellen Musikbetrieb hat er sich nicht vereinnahmen lassen. Sein Spiel verrät ein kaum zu erschütterndes Vertrauen in die eigene Begabung. Mühelos wirkt es sogar noch in den schwierigen Doppelgriffen. Und trotz stupender technischer Souveränität zeigt sich Müller-Schott bar aller Effekthascherei. Zupackend nimmt er im Kopfsatz den Dialog mit den Solisten des Orchesters auf. Beseelt kostet er den warmen, weichen Klang seines venezianischen Goftriller Cellos von 1727 im Adagio aus. Hier gelingen dem uneitlen Solisten, der virtuosen Oberflächenglanz verschmäht, berückend intime Momente. (Bernd Aulich, Recklinghäuser Zeitung,19.03.09) |
| Geistesverwandte Perfektionisten Daniel Müller-Schott und Christoph Eschenbach gastieren mit dem London Philharmonic in Essen Jubelsturm feiert hochkarätige Interpretationen von Dvorks Cello-Konzert und Brahms' Sinfonie „…Wer immer den jungen Cello-Star Daniel Müller-Schott und den Pultstar Christoph Eschenbach zusammengebracht hat - er vereinigte Brüder im Geiste. … Beide sind kühle Köpfe, keine Interpreten, die sich so weit mitreißen ließen, dass sie die Kontrolle verlören. Im Gegenteil: Perfektionismus beherrscht beide Musiker - vor allem in klanglicher Hinsicht. Am Montag spielten sie mit dem London Philharmonic Orchestra in der Philharmonie Essen Dvorks Cellokonzert. Perfekter kann eine Live-Aufführung kaum klingen. … Der Cellist spielt einen durchsetzungsstarken, makellosen Ton. Selbst wenn er die Saiten resolut mit dem Bogen attackiert, behält das Raue und Aggressive im Klang noch eine kontrollierte Perfektion. Andererseits trägt auch das zurückgenommene Kantable noch mit ergreifender Kraft.“ (Karsten Mark, Westfälischer Anzeiger, 18.03.09) |
| Leidenschaftliches Programm des
Baltimore Symphony Orchestra mit Oundjian und Müller-Schott
Mit dem Dvorak-Konzert stellte sich Daniel Müller-Schott vor, ein junger Cellist, der seine außerordentliche technische Gewandtheit und ein Fingerspitzengefühl für poetische Phrasierungen unter Beweis stellte und im Adagio geradezu magische Momente erzielte. Das BSO ergänzte das großartige Spiel des Solisten mit einer bewundernswerten Einfühlsamkeit. Müller-Schott schien von lyrischer Kraft erfüllt zu sein, und während des tief bewegenden, reflektierenden Cello-Zwischenspiels, unmittelbar vor dem eindringlichen Konzertende, erreichte sein Spiel nochmals eine wahrhaft ergreifende Qualität. Die aufmerksamen und präzisen Beiträge des Dirigenten sind nicht weniger erwähnenswert. (Tim Smith, Baltimore Sun, 28. Februar 2009) |
| Fulminant Daniel Müller-Schott bei den Münchner Philharmonikern „… Dann trat Daniel Müller-Schott auf, der längst einer der weltbesten Cellisten nicht nur der jüngeren Generation ist. Leidenschaftlich und heftig, doch frei von Ruppigkeit, legte er sich im harsch attackierenden Kopfsatz ins Zeug, der vom Solisten unbedingt Durchschlagskraft, aber auch unentwegten Vorwärtsdrang und tonliche Geschmeidigkeit verlangt. Schließlich hat Schostakowitsch das Konzert für den großen Mstislaw Rostropowitsch geschrieben, für dessen langen Atem, seinen Riesenton und seine überwältigende Vitalität. Müller-Schott bot das bei aller notwendigen Ausdruckshysterie als vor Energie federnden Parforceritt. Dagegen wurde das Adagio zur groß ausgesungenen - sehnsüchtigen Klage, der der einsame Weg durch die erst grüblerisch-depressive, dann sich aufraffende Kadenz folgt, die sich zuletzt wie hysterisch in die wilde Finaljagd stürzt. Müller-Schotts Konzentration nahm alle gefangen, in der Solokadenz raubte die von ihm konsequent aufgebaute Spannung den Atem. Solist, und Orchester (Solohorn!) wurden mit Begeisterungsstürmen gefeiert. Daniel Müller-Schott dankte mit Ravels Habanera. (Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung, 23.02.09) |
| Volle Größe und Tiefe Daniel Müller-Schott unter Yakov Kreizberg „Es ist eine der ergreifendsten Selbstbehauptungen der Musikgeschichte: Wie in Schostakowitschs 1. Cellokonzert das Initial-Motiv, das Ich, gegen die Zumutungen des Lebens und Systems seinen fragilen Frieden erringt. Daniel Müller- Schott schuf alle Voraussetzungen für dessen volle Größe und Tiefe: Er hat, vom kratzbürstigen „Hier bin ich!" über das vollbrüstige, seelenvolle Singen bis zum glasfeinen Flageolett, alle Klangverkleidungen für das Maskenspiel parat. Und er hat die Fähigkeit, das Innerlichste unverkünstelt nach außen zu kehren. …“ (Thomas Willmann, tz, 21./22.02.09) |
| „…Wirklich berühren wollte aber nur das Es-Dur Cellokonzert von Schostakowitsch. Und dies nicht zuletzt dank Daniel Müller-Schott. Vom ersten energischen Bogenstrich an riss er die Führung an sich und überzeugte mit hoher Präzision und gestalterischer Fantasie, die sich besonders in der großen Kadenz eindrucksvoll manifestierte.“ (Tobias Hell, Münchner Merkur, 21./22.02.09) |
| Daniel Müller-Schott und die Philis im Gasteig Souveränität und Noblesse „…es war der Abend des Daniel Müller-Schott. …am noblen Ton seines Goffriller-Cellos saugt sich das Ohr fest - ….“ (Christa Sigg, Abendzeitung, 21./22.02.09) |
| Als wär's das erste Mal Daniel Müller-Schott begeistert mit Tschaikowski-Interpretation „… Müller-Schott bot eine Interpretation (Anmerk.d.Red.Tschaikowskis Rokoko-Variationen), bei der man glauben konnte, das Werk zum ersten Mal zu hören. Da war nicht nur unglaubliche Spannung im Spiel. Schon das Thema klang wie ein kapriziöser Choral, was eigentlich ein Widerspruch in sich selbst ist. Die Freiheiten, die sich der Solist nahm, schienen manchmal wie eine Meditation über das Thema zu sein. Keine Variation hatte ein unverändert durchlaufendes Tempo; Müller-Schott modellierte jede einzelne Phrase bis zur höchsten Perfektion aus, verzögerte, beschleunigte, setzte Akzente, baute Zäsuren in die Abläufe ein. Die letzte Variation hatte ein Tempo, das man schon irrwitzig nennen kann. Und stets glaubte man, es könne nur so und nicht anders sein…“ (Peter Zacher, Sächsische Zeitung, 09.02.2009) |
| Russisches Törtchen und Elch süßsauer Zykluskonzert mit Daniel Müller-Schott und Muhai Tang Mit Daniel Müller-Schott war für die „Variationen über ein Rokoko-Thema“ von Peter Tschaikowski ein Solist verpflichtet worden, der seit einiger Zeit die Konzertsäle der Welt bereist. Der junge Cellist spielt ein interessantes Goffriller-Instrument aus dem Jahr 1727, das unter seinen Händen einen ausgeglichenen und sonoren Klang entfaltete. Reizvoll gestalteten sich die Dialoge mit den Solobläsern, Müller-Schott beherrschte den Kontakt zum Orchester souverän, so dass Tang problemlos begleiten konnte. Tschaikowski hat sein Stück ganz auf den Solisten abgestellt und einer Matrjoschka gleich erscheint in der Variationsfolge immer noch eine neue Figur, die schön dekoriert wieder zur Hülle der nächsten wird. Daniel Müller-Schott gestaltete diese Teile klar artikuliert, energisch und mit warm ausgebildetem Ton, …. das ausdrucksstarke Spiel Müller-Schotts blieb angenehm frei von Virtuosengehabe und Show. (Hartmut Schütz, Dresdner Neueste Nachrichten, 09.02.2009) |
Tief empfundene Phrasierungskunst Auch im brillanten 1. Cellokonzert von Camille Saint-Saëns erwies sich die Zusammenarbeit und das Verständnis zwischen Dirigent und Musiker als optimal. Aber hier galt das Hauptinteresse dem viel gelobten Cellisten Daniel Müller-Schott, der an diesem Abend sein erstes Konzert in Luxemburg gab. PhänomenaleTechnik Und in der Tat war ein Ausnahmemusiker zu hören, der sein
Publikum einerseits durch eine phänomenale Technik, andererseits
durch eine sehr lyrische Interpretation begeisterte. Irgendwie
erinnerte Müller-Schotts Spiel an den einzigartigen Belcanto-Gesang
des großen Carlo Bergonzi, dessen Stimme einmalig war und
dessen Vortragsstil, ein Musterbeispiel an intelligenter und tief
empfundener Phrasierungskunst, noch bis heute unerreicht ist. |
| Jubelnder Applaus für Daniel Müller-Schott
Der Cellist Daniel Müller-Schott ist auf allen großen Bühnen der Welt zuhause. Mit dem Cellokonzert von Camille Saint-Saens konnte man ihn jetzt auch in der Luxemburger Philharmonie erleben. Müller-Schott beherrscht das Cello wie kaum ein anderer. ... Alle Schattierungen, die man sich an musikalischer Ausdruckskraft vorstellen kann, kamen hier zum Tragen. Müller-Schott konnte sein Cello aus dem Jahre 1727 lachen und weinen lassen. Bei ihm konnte es übermütig frech, aber auch vornehm und zurückhaltend sein. Ob in den tiefsten Lagen oder im höchsten Flageolett, immer war sein sein Ton edel und ansprechend. Von ganz besonderer Noblesse waren die lyrischen Passagen ... Kein Wunder, dass dieser Musiker jubelnden Applaus vom Auditorium erhielt. (Gerhard W. Kluth, Volksfreund Luxemburg, Dezember 2008) |
| „The playing … became authoritative,
dramatic, instinctive. Every phrase thrilled with drama; and the
two players (Daniel Müller-Schott and Angela Hewitt) were perfectly
matched, breathing together, speaking together.” (Anne Midgette, Washington Post, December 2008) |
| „… each player also took a major solo turn…here they were fully their virtuosic and expressive selves. Mr. Müller-Schott achieved a remarkable array of colors, roughing up his tone at times to do so.” (James R. Oestreich, New York Times, December 2008) |
| Emotionale Höhenflüge eines Jet-Set-Cellisten Daniel Müller-Schott und das Vogler Quartett begeistern in der Musikhalle mit einem Programm für Gefühl und Verstand Der Jet-Set-Cellist: Grad von einem Solo-Konzert aus Luxemburg gekommen, fliegt Daniel Müller-Schott heute schon weiter in die USA für zwei Duo-Abende mit seiner Klavierpartnerin Angela Hewitt. Zwischendrin aber machte der junge Cello-Star noch kurz Halt in Hamburg bei den Freunden der Kammermusik - und beglückte doch das Publikum im fast ausverkauften kleinen Saal der Musikhalle gemeinsam mit dem Vogler Quartett mit einem Abend, der alles andere als nur ein Zwischenstopp war. Ganz im Gegenteil geriet dieser Termin wie so oft bei dem Münchner zu einem jener Konzerte, die selten geworden sind: Nichts anderes als die Musik stand im Mittelpunkt, selbst die ganz in Schwarz gehalten Anzüge und Hemden der fünf Herren sollten offenbar nicht ablenken von der puren Klassik. Für selbige hatten sich die Streicher zudem jenseits eingespielter Werke auf die Suche nach längst vergessenen Komponisten begeben, wie nach einem gewissen Anton Arensky: Einst gefördert von Tschaikowsky, später selbst Lehrer von Rachmaninow, sorgte der Russe seinerzeit vor allem mit Frauengeschichten für gesellschaftliche Skandale und verfiel später in Monte Carlo dem Kartenspiel. Doch schuf er bei all dem Stress einige originelle Werke wie das a-Moll-Quartett für Violine, Bratsche und zwei Celli, das die Männer nun voller leidenschaftlicher, ja bisweilen ungestümer Gebärde auf seine kleinen und großen klanglichen Kostbarkeiten hin durchwühlten und durchglühten. Schwermütig, gelegentlich auch reichlich opulent ausgeformt die Melodien, bestach in dieser rotweinschweren Musik nicht zuletzt die Vehemenz, mit der sich die Vier für das Stück einsetzten. ... Was hernach dann auch dem Höhepunkt des Abends zugute kam: dem großem C-Dur-Quintett, das Schubert wie im Rausch in seinen letzten Lebensmonaten des Jahres 1828 schuf. Und eben diese angespannte Seelenlage bis hin zum Beinahe-Zerreißen machten die Fünf spürbar, ohne sich dabei indes Sentimentalitäten oder billigem Auftrumpfen hinzugeben. Nein, es waren vielmehr gerade jene dürren, ratlos scheinenden Momente wie etwa im Trio-Mittelteil des Scherzos, in denen die Musiker die Ambivalenz dieser Komposition aufs Bewegendste erfassten und fassten. Wahrhaft zum Niederknien, geradezu wie aus einer anderen Welt aber gelang das Adagio: Solch eine Feinarbeit in den Details und dynamische Genauigkeit bis hin zum ernsthaften Umgang mit den Wiederholungszeichen bescherte dem Publikum eine emotional-intellektuelle Sternstunde der Kammermusik. (Julian Hofer, DIE WELT, 08.12.2008) |
| Deutscher Cellist verleiht Elgar eine ausdrucksvolle
Stimme
Kann ein Instrument mit der menschlichen Stimme in puncto Ausdruck und Resonanz konkurrieren? Daniel Müller-Schott plädierte auf überzeugende Weise für das Cello, als er Freitagabend gemeinsam mit dem Kansas City Symphony Orchestra im Lyric Theatre gastierte. Das ausdrucksstarke Medium war Edward Elgars Cellokonzert in E-Moll, ein Werk, das in den tristen Jahren nach dem Ersten Weltkrieg in England komponiert wurde. Der deutsche Cellist spielte sein Instrument mit einem reichen, singenden Ton, der sich im hohen, mittleren und tiefen Register von beeindruckender Gleichmäßigkeit und Sicherheit auszeichnete, ... Die Musik, insbesondere der erste Satz, ist von nachdenklichem, oftmals grüblerischem Charakter, mit rezitativartigen Passagen für das Cello, begleitet von einer pointilistischen Orchestrierung. Es folgen mitreißende orchestrale Themen, die einem das Herz schmelzen lassen. Die virtuosen Abschnitte wurden mit sicherer Technik gewandt gemeistert, wie von einem Musiker dieses Niveaus zu erwarten war. Überraschend war jedoch, dass Müller-Schott, kaum älter als 30, die Müdigkeit des Komponisten, die er der Welt und sich selbst entgegenbrachte, auf so überzeugende Weise Ausdruck verlieh. Musikdirektor Michael Stern dirigierte leidenschaftlich mit fließenden Tempi und mit Pathos. Das Orchester reagierte auf bewundernswerte Weise mit forschen Einsätzen, großer Ausgewogenheit und fabelhafter Stimmung. (Timothy Mc Donald, The Star, 18. Oktober 2008) |
| Melancholische Poesie
Bei Schostakowitsch mit dem wiederum großartigen Daniel
Müller-Schott als Solisten bedeutete dies in den Ecksätzen
eine latente, nie aufdringliche Motorik, nicht zuletzt beim insistierenden,
doch jede Üppigkeit scheuenden Soloinstrument: Man spürte
bei Müller-Schott wie bei Kreizberg und dem Orchester die
bisweilen brennende Hingabe, in der dennoch die Kontrolle nicht
verloren ging. Wundervoll dazwischen der „Mahler-Satz“,
das Moderato in seinem ruhigen, nie schleppenden Fluss, bestechend
in der melancholischen Poesie und deren unwirklichem Klang. (Frankfurter
Neue Presse, |
| Stark zu dritt
Man merkt es den drei Künstlern an, dass ihre Kooperation mehr als eine Zweckgemeinschaft darstellt. Julia Fischer, Cellist Daniel Müller-Schott und Yakov Kreizberg sprechen eine gemeinsame Sprache. (Frankfurter Neue Presse, 22. September 2008) |
| Tradition der Totenehrung Eine spontane Frankfurter Gedenkfeier für Mauricio Kagel Es schien naheliegend, die Aufführung des Trios für Klavier, Violine und Violoncello Nr.2 von Schostakowitsch dem Andenken Mauricio Kagels zu widmen: der Tod des Komponisten war wenige Stunden vorher bekannt geworden. … Berührend, wie die drei jungen Musiker nach einer wahrhaft ergreifenden Interpretation, nach dem Ersterben des letzten Pizzicatos … einander stumm umarmten, …. Während ihrer Darbietung hingegen hatten Kreizberg, Fischer und Müller-Schott sämtliche Register einer schier grenzenlosen Ausdrucksvielfalt gezogen – vom beklemmend trostlosen Flageolettbeginn über die furchteinflößenden Aggressionsschübe eines Teufelsscherzos bis zum gewaltig expandierenden, fast explosiven Espressivo-Höhepunkt mit dem plötzlichen Umschlag in jenen Tonfall, den auch der Beginn gekennzeichnet hatte … Begonnen hatte der denkwürdige Abend kaum weniger hingebungsvoll: Haydns Zigeunertrio … wurde von den drei Künstlern nicht gerade auf die leichte Schulter genommen. Zwar klang die Musik insgesamt tänzerisch beschwingt, nie pastos, doch spürte man in jedem Takt eine in jedem Detail sorgfältig modellierte Themencharakteristik. (Harald Budweg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. September 2008) |
| Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: Anne-Sophie Mutter und Daniel Müller-Schott in Redefin Eine klassische Landpartie Mehr als ein Dutzend Konzerte bestreitet Daniel Müller-Schott diesen Sommer, und eines der für ihn persönlich wichtigsten war der Auftritt mit seiner Mentorin Anne-Sophie Mutter in Redefin am Sonnabend. Vor vier Jahren hatte er schon einmal in Paris das Doppelkonzert von Johannes Brahms mit ihr spielen dürfen. Und wie vertraut der Weltstar mit dem jungen Cellisten umging, verriet allein die Geste, dass sie ihm das eigene Taschentuch reichte, damit er die auf sein Cello gefallenen Schweißtropfen trocknen konnte. Beide Solisten entschieden sich für eine reduzierte Dramatik, formten die Details dafür aber ungemein transparent, derweil der russische Dirigent Dimitrij Kitajenko mit dem aus Mitgliedern der Münchner Philharmoniker bestehenden Philharmonischen Festspielorchester München große Ruhe, aber auch exquisite Klangschönheit walten ließ. ... Lächeln und Begeisterung las man auch auf den Gesichtern der über 3000 Zuhörer, denen der Weg ins Landgestüt Redefin nicht zu weit gewesen war. (Helmut Peters, Die Welt 21. Juli 2008) |
| Das Tripelkonzert für Klavier, Geige und Cello gleicht mit Länge aus, was ihm an Bedeutung fehlt. Die äußerst hörenswerte Geigerin Julia Fischer, die wie der leidenschaftliche Cellist aus Deutschland stammt, bildete mit ihm und dem amerikanischen Pianisten Jonathan Biss ein junges, bezauberndes Trio. (Daily Gazette, Tanglewood 14. Juli 2008) |
In der Vergangenheit waren die Solisten für das Tanglewood-Triokonzert, eine Art Beethoven Experiment, für gewöhnlich die Mitglieder des Beaux Arts Trios. Und genau darin liegt der Unterschied: So ausgezeichnet die Beaux-Arts-Musiker auch sind, im Grunde genommen sind sie Kammermusiker. Das Trio am Freitag setzte sich aus erfahrenen Solisten zusammen, die es gewohnt sind, große Räume mit Klang zu füllen, selbst wenn die „Music Shed“, die große Musikhalle in Tanglewood, für eine korrekte Balance schlicht zu groß ist. Fischer und Müller-Schott, die in Tanglewood ihr Debüt gaben, sind Deutsche; Biss ist Amerikaner. Aus den Reihen des Boston Symphony Orchestra war zu erfahren, dass sie zuvor noch nie zusammen aufgetreten waren. Man hätte es nicht gewusst, angesichts des Lächelns, das sich nicht nur abwechselnd auf den Gesichtern der Streicher zeigte, sondern von dem auch die Musik erfüllt war. Dank der spielerischen Unterstützung eines reduziertes BSO, dem Haitink eine bemerkenswerte Klarheit entlockte, glitt der erste Satz im gemächlichen Tempo dahin, seine Struktur bewahrend. Der kurze langsame Satz – kaum mehr als eine Überleitung zwischen den schnellen Sätzen – wurde durch die Eleganz von Müller-Schotts eröffnendem Cellosolo geprägt, unterstützt von Fischers Violine. Das „polnische“ Finale bestach durch einlebhaftes Tempo. (Andrew L. Pincus, The Berkshire Eagle 14. Juli 2008) |
| „Unaufgeregtheit prägte auch das Cellokonzert e-Moll op. 26 von Edward Elgar, mit dem der junge Solist-in-Residence, Daniel Müller-Schott, seine insgesamt zwölf Konzerte in Mecklenburg-Vorpommern eröffnete. Müller-Schott ist ein Cellist, der sorgfältig nach Sinneinheiten in der Musik sucht, der allem Plakativen aus dem Weg geht und der emotional trotzdem mitgeht. Er vermeidet Übertreibungen, die dieses einer konzertanten Fantasie gleichende Konzert geradezu herausfordert, und nutzt jede Gelegenheit, Klang und Dramaturgie zu verdichten.“ (Die Welt, 16. Juni 2008) |
Cellist Daniel Müller-Schott gibt mit Dvorák-Konzert ein denkwürdiges Vancouver Symphony Orchestra-Debüt Dvoráks unvergleichliches Cellokonzert steht häufig auf dem Spielplan des VSO, doch selten konnten die Abonnenten einer schöneren Darbietung beiwohnen als der des jungen Daniel Müller-Schott, eines schnell aufsteigenden Stars am Cellohimmel. Sein anspruchsvolles und vollblütiges Spiel ist von emotionaler Großzügigkeit gekennzeichnet, die stets durch den ihm eigenen guten Geschmack und eine gewinnende Frische in Grenzen gehalten wird. Er arbeitet mit Tovey Hand in Hand, und ihre gemeinsame Interpretation ist ein Highlight dieser oder jeder anderen Spielzeit. Dabei triumphiert Tovey mit dem symphonischen Schwung des großartigen Konzerts, während Müller-Schott erstaunlich intime Momente für sein Solocello schafft, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Das erhabene Duett zwischen dem Solisten und dem, in diesem Fall, gastierenden Konzertmeister Robert Uchida kurz vor Ende des Finales war an diesem Samstag herzergreifend. (The Vancouver Sun, David Gordon Duke, June 9th, 2008) |
| Season Finale in Vancouver Daniel Mueller-Schott und Vancouver Symphony Orchestra unter Bramwell Tovey Daniel Müller-Schotts faszinierendem Vortrag von Dvoráks Cellokonzert folgte eine gewaltige Darbietung von Schostakowitschs 5. Sinfonie, dieses einer ausladenden, emotionalen Achterbahn gleichenden Meisterwerks. Cellist Daniel Müller-Schott überzeugte auf der ganzen Linie: Seine Interpretation zeugte von glanzvoller Autorität, seine Technik war makellos, sein Spiel geschmackvoll, seine musikalischen und technischen Fähigkeiten erstklassig. Sein Spiel im poetischen Adagio ging direkt unter die Haut und erreichte in der Quasikadenz eine fast unerträgliche Intensität. Es war ganz einfach
die fantastische Darbietung eines jungen Musikers mit Starqualitäten,
dessen Name bereits heute der Liste der Cellomeister aus jüngerer
Zeit hinzugefügt werden kann: Rostropowitsch, Starker und Harrell. (J.H.
Stape, reviewvancouver.org, June, 2008) |
| Noch ein Brahms - diesmal mit Schumann garniert
Einen nicht weniger widersprüchlichen, in diesem Fall aber echten Schumann präsentierte der Cellist Daniel Müller-Schott im Cellokonzert a-Moll von Robert Schumann. Der in diesem Sommer als "Artist in residence" bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern verpflichtete Solist ist ein Lyriker, dem der verträumte zweite Satz im Dialog mit dem Solocellisten der Philharmoniker Thomas Tyllack besonders lag. Präsent ist seine Mittellage, die Tiefe forciert er nicht und lässt sich Zeit für die gewagten Intervallsprünge in diesem Werk. Dankbar nahm er den Gestaltungsspielraum an, den Young ihm gewährte, indem sie das dynamisch hochgespannte Orchester immer wieder abdämpfte. (Helmut Peters, Die Welt 2. April 2008) |
| Die Philharmoniker mit Simone Young Lyrischer Schumann, straffer Brahms „… In Schumanns Cellokonzert standen vor allem die innig-zarten Facetten im Mittelpunkt. Denn mit Daniel Müller-Schott saß ein Solist auf dem Podium, der über eine berückend reine und weich-warme Klanggebung verfügt - schade, dass man nicht in Cellotönen baden kann! Nun ist es keineswegs so, dass der junge Starstreicher einfarbig und konturenarm spielt. Er beherrscht einfach sein Instrument so souverän, dass selbst die haarigsten Passagen in hoher Daumenlage immer noch geschmeidig und edelrund aus den Saiten geschmeichelt kommen. Gewiss, man kann das Stück auch anders musizieren. Aber schöner? Schwer vorstellbar…“ (Hamburger Abendblatt 31. März 2008) |
| Viel für das Gemüt Daniel Müller-Schott und die Nürnberger Symphoniker Zweimal begeisterte der Cellist Daniel Müller-Schott. Bei Schumanns Cellokonzert beginnt der Schwung spät in der Exposition. Aber dann hat ein so begabter, weltweit begehrter Cellist wie Daniel Müller-Schott Kraft und dramatisches Feuer genug, um das Publikum in den Bann zu ziehen. .. Das Konzert spielt er in großem erzählerischen Bogen mit Passagen von innehaltendem Nachsinne, geradezu verliebt in den kantablen Schwung. Die Nürnberger Symphoniker begleiten das alles aufmerksam und lassen Raum für die raphsodische Entfaltung der großen solistischen Emotionen. Dazu Müller-Schotts elegantes Goffriller-Cello von 1727: ein kulinarisches Hörereignis. In dem gerinnt nichts zur bloßen Routine, alles hat spontane Frische, unverstellte Empfindung und den Trend zum ungestört Schönen. Als Nachhall sehr passend war die Fauré-Zugabe. (Uwe Mitsching, Nürnberger Nachrichten 19. Februar 2008) |
| Symphoniker mit Daniel Müller-Schott Dialog mit einem Meistercellisten Den riesigen Applaus hoben sich Zuhörer jedenfalls für Daniel Müller-Schott auf, diesen fabelhaften Cellisten, der auf der Karriereleiter schon ganz oben angelangt ist. Dank seiner phänomenalen Griff- und Bogentechnik hat er nicht das Geringste zu befürchten, auch nicht bei Robert Schumanns Cellokonzert in a-Moll, op. 129. Dieses heikle Stück meisterte Müller-Schott mit edlem, weit tragendem Ton und vitalem Zugriff. (Egon Bezold, Nürnberger Zeitung Februar 2008) |
| Abschluss der Mozartwoche am Sonntag: Musikantische
Spiellust am Vormittag, Düsternis am Abend
Der Sonntag, der letzte Tag der Salzburger Mozartwoche 2008, war strahlend schön und begann auch künstlerisch so. Im Mozarteum spielten der Pianist Rudolf Buchbinder, die Geigerin Lisa Batiashvili und der Cellist Daniel Müller-Schott mit musikantischem Schwung, perlender Geläufigkeit wie seelenvoller Übereinstimmung und geführt vom wienerischen, immer wieder ins Schubertische weisenden singenden Ton des Klaviers ein Mozart-Programm par excellence: die Violinsonate, KV 376, die Klaviersonate, KV 333, das große Trio, KV 502, und Beethovens Mozart-Verehrung, die Variationen für Cello und Klavier über Papagenos „Ein Mädchen oder Weibchen“: Sonnenschein vom Podium, Sonnenschein im Saal und wärmender Beifall durch und durch. (Karl Harb, Salzburger Nachrichten Februar 2008) |
| ONBA (Orchestre National Bordeaux Aquitaine)
Gestern Abend haben wir einen bemerkenswerten Intrumentalisten und authentischen Musiker entdeckt, der mit dem Charisma eines Solisten ausgestattet ist. (Bordeaux Südost, 24. Januar 2008) |
Zwei Formen der Leidenschaft bei der 4. SR-Matinee … Klangsinnlichkeit, Leidenschaft und Feuer beim Programmschwerpunkt, dem Brahms Doppelkonzert bei dem herrlichen Solisten-Paar Julia Fischer (Violine) und Daniel Müller-Schott (Violoncello). Was sollte man bei den beiden mehr bewundern: die Intonation, die Klangschönheit, die makellose Harmonie, den gemeinsamen Brahms-Gestus? (Saarbrücker Zeitung, 18.12.2007) |
Schwungvoller Dvorák, rustikaler
Mussorgski Daniel Müller-Schott ist ein fabelhafter junger Cellist. Das ist nun aber keine besondere Neuigkeit, denn der mittlerweile 31-Jährige hat bereits mit 15 den renommierten Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb gewonnen. Die gute Prognose der Juroren sollte sich bewahrheiten: Der Münchner ist regelmäßig auf den großen internationalen Podien an der Seite illustrer Musizierpartner zu hören. In der Kölner Philharmonie beeindruckte er mit einer technisch souveränen, rhetorisch ausgefeilten und musikantisch feurigen Interpretation des Dvorák-Konzerts. In den Rahmensätzen übernahm er die musikalische Initiative, formulierte plastisch, bisweilen kantig und legte großflächige musikalische Zusammenhänge offen. Mehr noch als am Schlag des Dirigenten Daniel Raiskin orientierte er sich am Spiel der benachbarten ersten Geigen, sorgte bei aller solistischen Exzellenz dafür, dass die sinfonische Natur des Werks stets präsent blieb. Die unsentimentale Gestaltung des langsamen Mittelsatzes fand ihre Fortsetzung in der fesselnden Zugabe, Ernest Blochs "Gebet". (Stefan Rütter, Kölner Stadtanzeiger, November 2007) |
| Farbenprächtige Bilder gezaubert Cellist Daniel Müller-Schott brillierte beim Konzert in der Philharmonie Ohne Zweifel ist Daniel Müller-Schott ein sensationell talentierter Cellist. Längst hat er sich international die großen Podien erobert - völlig zu Recht. Das Konzert für Violoncello und Orchester h-moll op. 104 von Antonin Dvorák bietet eine Fülle von Möglichkeiten, sich als Virtuose ersten Ranges zu profilieren. Seine stärksten Momente offenbart Daniel Müller-Schott allerdings, wenn er im besten Sinne zuhört und begleitet. Eben in den vielen kammermusikalisch gesetzten Passagen des Dvorák-Konzertes, etwa wenn das Solocello mit den Holzbläsern in Dialog tritt. Dann zeigt sich ganz besonders, welche Qualitäten sein Instrument von Matteo Goffriller (Venedig 1727) auszeichnet. Eine herrlich freie Klangfarbe kommt dann zutage, völlig unangestrengt spricht das Cello an, warm und tragend. Gerade im zweiten Satz gelang es Müller-Schott, sein Cello wunderbar beseelt singen zu lassen. (B. Reissenberger, Kölnische Rundschau November 2007) |
| Das war überzeugend, was Prieto und das LPO, zusammen mit Cellist Daniel Müller-Schott, am Donnerstag ablieferten. Erneut bestand das Repertoire aus einer herrlichen Mischung von neuen und bekannten Werken. In Bruchs „Kol Nidrei“, einem einsätzigen orchestralen Klagelied über jüdische Themen, durfte Müller-Schott seine unmittelbare, lyrische Seite zur Geltung bringen. Cellist und Orchester hatten die Zuhörer mit Gyorgy Ligetis „Cellokonzert“ bereits auf etwas Spirituelles eingestimmt. Sich schwankend am Rande der Stille bewegend, beschworen die Musiker Tempelglocken, produzierten Spuren elektronischen Feedbacks und auf den Blasinstrumenten seltene Obertöne. (Chris Waddington, The Times Picayune, Oktober 2007) |
Zwei Ligen auf einer Konzertbühne … die Geigerin Julia Fischer, der Cellist Daniel Müller-Schott und der Pianist Martin Helmchen, drei Mittzwanziger bis Frühdreißiger, die kaum an sich halten können vor Temperament und Spielspaß. Im nachfolgenden Tripelkonzert wurden die Brandenburger aber buchstäblich mitgerissen von ihren drei Star-Gästen, die ihre Parts in Beethovens Kleingruppen-Bravourstück mit enormem Schwung und beeindruckend dicht präsentierten, als wollten sie austesten, wer wohl als Erster vom kollektiven Schwung aus der Bahn getrieben wird. Wie weit sie ihrer Begleitung voraus waren, bewies endgültig die Haydn-Trio-Zugabe. Wenn die drei so weitermachen, kann sich auch ältere Konkurrenz warm anziehen. (Hamburger Abendblatt, 28. September 2007) |
| Daniel Müller-Schott kam dann als Personifikation eines jungen, aufgeräumten, das Cello leichthändig wie eine Violine spielenden Solisten zum Zuge – ein alter ego der Solo Stimme Robert Schumanns, wie sie sich im „Konzert für Violoncello und Orchester a-moll op.129“ ausspricht. Jungdeutsche Herzensergießungen, die sich assoziativen Einsprüchen, schweifenden Kantilenen, impressiven Gesten ausleben – wunderbar leichthändige und traumwandlerisch intonationssichere Musik-Subjektivität,… (Bernhard Uske, Frankfurter Rundschau, 18. September 2007) |
| Jungstar Daniel Müller-Schott hob Ligetis frühes Cello-Flüsterkonzert mit seinem altvenezianischen Meisterinstrument in immaterielle Sphären am Rande der Vernehmlichkeit. Bravo! (Lutz Lesle, Die Welt, 27. August 2007) |
DANIEL MUELLER-SCHOTT’S BOSTON SYMPHONY TRIUMPH! The magnetic young German cellist Daniel Müller-Schott administered a dose of adrenaline with a compelling performance of Haydn’s Concerto in C. Mr. Müller-Schott, a fearless player with technique to burn, made child’s play of the work’s difficulties. But even more impressive were his gorgeous, plush tone and his meticulous attention to expression. He did not slather on vibrato but applied fine gradations, or none at all, to shape phrases graciously. (James R. Oestreich, The New York Times July 16, 2007) |
Meister der Stimmungen Der Cellist Daniel Müller-Schott ist der begeisternde Star beim Abschlusskonzert der Düsseldorfer Symphoniker unter Dmitirij Kitajenko. Seine glänzende Bogentechnik gestattet es ihm Virtuoses,
Lyrisches und Dramatisches kompromisslos zur Vollendung zu führen.
Zarte singende Momente sind bei ihm wie reinste Poesie, bravouröse
Passagen bewältigt er mit solcher Eleganz, als sei es ein
Leichtes, schnelle Läufe zu spielen und Triller feurig funkeln
zu lassen. … Die Einleitung nimmt Kitajenko sehr langsam
und gedehnt. Doch mit seinem ersten Einsatz nimmt Daniel Müller-Schott
Einfluss auf das Tempo, das dadurch spürbar angezogen wird.
Das Orchester bereitet einen soliden, erdigen Untergrund, auf dem
das Spiel des Cellisten wie ein Solitär funkelt. (Lars
Walleran, Westdeutsche Zeitung, 02.07.07) |
| Glanzpunkt sind Tschaikowskis Rokoko-Variationen für Orchester und Cello. Nobel, elegant und dabei von quicker Lebendigkeit präsentiert sich Daniel Müller-Schott als Solist. Mit Vitalität und musikalischem Humor entlockt der junge, blendend aussehende Musiker seinem sonor klingenden Cello ein rasantes Tempo ….Daniel Müller-Schott wurde durch die Stiftung von Anne Sophie Mutter entdeckt und in die Klassikcharts katapultiert. (Michael G. Müller, Neue Ruhr/Rhein-Zeitung, 2.07.07) |
Partnerschaft in rückhaltloser Emotionalität Bei
Ihrem Grünwald-Gastspiel demonstrieren zwei Weltklasse-Musiker,
Daniel Müller-Schott und Denys Proshayev, einmal mehr: aufregender
können Violoncello und Klavier nicht zusammenklingen. Einmal
mehr auch überwältigt diese Partnerschaft durch ihre
rückhaltlose Emotionalität. Ein über weite Strecken
lyrisches Gespräch entspinnt sich in Beethovens Duosonaten
(op.69) Daniel Müller-Schott spielt dabei seinen voluminösen
Ton voll aus. … In Prokofjews Cellosonate nehmen Daniel Müller-Schott
und Proshayev die Herausforderungen des ambivalenten Werks mit
unbedingter Intensität an. Sie evozieren ein breites Farbenspektrum
und scheuen auch vor Klagextremen und dynamischen Zuspitzungen
nicht zurück….. Mit einer dämonischen Entfesseltheit
nähern sich die Musiker der auch in ihrer Länge monumentalen
Cellosonate g-moll von Rachmaninow. Da herrscht ein mitreißendes
Draufgängertum. Sentimentalität ist fehl am Platz bei
den Seelendramen, die Denys Proshayev und Daniel Müller-Schott
aufreißen. Ein kleines Wunder kultivierten Zusammenspiels
ist das Seitenthema im allegro moderato. (Münchner
Merkur 30.06./01.07.07) |
| Mit dem Cello verschmolzen Daniel Müller-Schott und Denys Proshayev begeistern in Maria Bildhausen (Festival “Kissinger Sommer 2007“) Auffällig von Anfang an: Da sitzt ein Künstler, beinahe
selbst verloren, der total mit seinem Instrument verschmolzen ist,
eine Einheit bildet. Mal tanzt er damit, dann umfasst er es innig,
fast zärtlich. Ein andermal kennt er keine Schonung, geht
hart ran. Immer aber ist eine tiefe, zeitlose und harmonische Innigkeit
zwischen dem Spieler, Daniel Müller-Schott, und seinem Spielzeug,
dem Cello, spürbar. …. So gelingt die Sonate Opus 69
von Ludwig van Beethoven als hin- und mitreißender Kontrast
zwischen verträumtem Schmelz und forschem Draufgängertum.
Feinsinnige Spielfreude, ausgefeilte Dynamik und wunderbare Ausgewogenheit
zwischen den Instrumenten sind die Garanten für dies packende
Musikerlebnis. … Sowohl Sergei Prokofjews einzige Cello-Sonate
(Opus 119), als auch die g-Moll Sonate, Opus 19, von Rachmaninow
verhinderten ein gemütliches Zurücklehnen der 260 Zuhörer
im ausverkauften Festsaal von Maria Bildhausen … Schicksalsschwere
Klänge: Die Saiten des Cellos vibrieren, als würde das
Instrument erzittern, während das Klavier unerbittlich und
hart dagegen angeht. Hier und im gesamten Konzert fügt sich,
so unterschiedlich der musikalische Auftrag beider Instrumente
auch sein mag, Cello und Klavier immer wie passende Puzzleteile
zusammen zu einem einzigartigen Erlebnis für alle. Schließlich
Sergei Rachmaninows Sonate für Cello und Klavier. Starke Klangfarben
prallen hier aufeinander. Der samtig satte, warme Celloklang auf
metallisch kalte Klaviertöne. Kompromisslos und risikofreudig
das Spiel: aufwühlende Rebellion bei den musikalischen Gefechten – Seelenbalsam
bei den bedächtigen Cellokantilenen. Nur wenn sich zwei Künstler
auf dem Podium treffen, die erhaben über alle Technik sind
und ihre Arbeit ausschließlich in der Gestaltung der Musik
sehen, entstehen solche Sternstunden der Musik. (Mainpost,
Bad Kissingen, 26. Juni 2007) |
| Eindrucksvolle Innenseite Preisträger-Konzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern Im ausverkauften Barocksaal musizierte sie mit ihren beiden befreundeten Kollegen, den Solisten-Preisträgern der Festspiele aus den Jahren 1995 und 2000, dem Cellisten Daniel Müller-Schott (31) und dem französischen Pianisten Jonathan Gilad (26). In einem konzessionslosen Programm spielten sie die beiden Klaviertrios von Mendelssohn Bartholdy. Das erste hat Mendelssohn von Schumann die Bezeichnung „Mozart des 19. Jahrhunderts“ eingetragen. Aber nicht dieses Klischee wählten die Drei zum Orientierungsrahmen ihrer Gestaltung, sondern den zweiten Teil jenes Satzes, wonach Mendelssohn „die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt“ habe. Und so spielten sie die beiden Trios, mit drängender Intensität, auch mit einem Schuss Musikantentum, ohne bloß schöne Glätte, die Widersprüche nicht als bereits versöhnte, sondern als erst zu versöhnende. Das erste Trio gleichsam in der Leidenschaft der wechselnden, sich selbst nicht fraglichen Gefühle, seine schönen Melodien eher noch als Versprechen denn als ihre Einlösung, klanggesättigt in seiner Durchsichtigkeit. Das zweite Trio eher in der Leidenschaft des Geistes, die den Selbstzweifel braucht, mit erregenden Zuspitzungen – und beide Trios dann doch in jenem Maß Mendelssohnscher Romantik bleibend, in der die Widersprüche noch in die Balance finden können. (Rostocker Nachrichten, Juni 2007) |
Müller Schott - Proshayev, jung und außergewöhnlich Wieder eine Überraschung, wenngleich keine Neuigkeit: der bayerische Cellist Daniel Müller - Schott und der aus Weißrussland stammende Pianist Denys Proshayev, beide um die dreißig Jahre alt, gaben in der Philharmonie von Bilbao ein sehr lebhaftes Konzert. Die Stücke von Beethoven, Schumann und Richard Strauss wurden von den Zuhörern mit Begeisterung aufgenommen. Mit der großzügigen, ausdrucksstarken und klanglichen Fülle des Klaviers, bringt der Part des Cellisten, der mit wunderbarem Klang und Klarheit führt, die wechselhaften Passagen, von sehr lyrischen Abschnitten bis hin zu fortgeschrittenen und schnellen "sprints", in Einklang (Anmerk.d.Red.Beethoven Sonate op.69). Das Stück in A- Moll, op. 105, für Violine und Klavier von Schumann, ist in der Transkription für Violoncello ein Werk von höchstem Anspruch, was Müller-Schott mit Perfektion beherrscht. Das enge Zusammenspiel der beiden Interpreten tritt hier, ganz im Sinne des Komponisten, noch deutlicher hervor als bei Beethoven. (Antxon Zubikarai, Deia.com Antxon Zubikarai, Deia.com, April 2007) Übersetzung aus dem Spanischen: Helena Heupgen |
Daniel Müller-Schott, eine sympathische Begegnung! Eine außergewöhnlich sympathische Begegnung mit dem deutschen Cellisten Daniel Müller-Schott. Wir hörten eine Cello-Interpretation von besonders hohem Niveau. Der deutsche Cellist Daniel Müller-Schott ist in der Philharmonie in Oslo kein Unbekannter, denn er hat hier mit den Philharmonikern eine CD eingespielt. Daniel Müller-Schott ist ein Repräsentant der jungen, neuen Generation von herausragenden Cellisten. Sein Auftritt in Oslo überzeugte das Publikum erneut. Norwegen ist sehr dünn mit Cellisten von Weltruhm besiedelt, nichtsdestotrotz ist Joseph Haydns C-dur Konzert nicht unbekannt. Die Interpretation des jungen Daniel Müller-Schott überzeugte auf einer neuen, erfrischenden Weise. Der in München wohnhafte Cellist spielt auf einem Saphir ’Ex Shapiro’ Matteo Goffriller Cello aus dem Jahre 1727. Der Ton ist dunkel, warm und hat ein kräftiges Vibrato. Insbesondere hört man dies in den langsamen, weichen Partien. Fast unbemerkt fügt er sich in das Zusammenspiel mit dem Orchester ein, während sein Ton langsam forciert. Faszinierend! Der lang anhaltende Applaus wurde mit einer Zugabe, der Habanera von Ravel, belohnt. (Kjell Moe, kulturspeilet@pluto.no April 2007) |
| Die Klangfarben des Violoncellos Kammermusikreihe der Stiftung EL MONTE Bereits im vergangenen Juni, während der Abonnementsaison des Symphonieorchesters, hinterließ der Münchener Cellist Daniel Müller-Schott einen unübertreffbaren Eindruck. Aus gegebenem Anlass gab er ein fantastisches Konzert von Dvorak, in welchem er das Publikum durch seine Technik und seinen Klang begeisterte. Und so wie damals, spielte er vergangenen Dienstag ganz persönlich mit seinem Instrument und dem Publikum ein noch brillanteres Solokonzert. … allein die ersten Takte der Beethovensonate ließen dem Zuhörer einen Klang von enormer Tiefe, Farbenreichtum und absoluter Entschiedenheit zukommen. Eine der wesentlichen Fähigkeiten des jungen Interpreten ist es, aus seinem Cello eine unglaubliche Vielfalt an Klangschattierungen und eine abwechslungsreiche Palette an Klangfarben herauszuholen. Dies gelingt ihm durch die genaue Dosierung seines Ideenreichtums, sowie der Ausdrucksweise, die speziell durch verschiedene Formen des Vibratos, angefangen vom sehr kontrollierten Vibrato bei beethovschen Werken bis hin zu ausladenderen und frohlockenderen bei Schumann oder Strauss, hervorgerufen wird. … sein Klang zeigt eine perfekte Definition in den, beim Cello immer schwierigen, hohen Tonlagen. Im Hinblick auf die Phrasierungen wusste sich Daniel Müller-Schott der großen Bandbreite an Hilfsmitteln und Akzentsetzungen zu bedienen – vom delikaten legato des Adagio cantabile von Beethoven, bis hin zur feurigen Begeisterung des ersten Satzes von Schumann und der glühenden Ausdruckskraft des schwungvollen Allegros von Strauss - wobei die Leidenschaft ständig die Hand über die Kontrolle des Tones hatte. (Übersetzung aus dem Spanischen: Helena Heupgen) (Andrés Moreno Mengíbar, Diario de Sevilla, 19. April 2007) |
HEIDELBERGER FRÜHLING: "Heidelberger Atelier" bietet viel Musik und umfassend Gelegenheit für Gespräche Das Konzertprogramm hat maßgeblich Jörg Widmanns Schwester Carolin erstellt - längst eine Künstlerin mit eigenem Profil … Daniel Müller-Schott ist der Bekannteste ihrer Kollegen. Deutschlands neuer Star-Cellist macht es sich nicht bequem im wachsenden Erfolg und spielt auch eher Unzugängliches (obwohl ein Stück wie Pintschers "Treatise on the Veil" mit seinen Pianissimo-Schattierungen gewiss kein Ohr verletzt). Furios glückt ihm - und Carolin Widmann - die Ravel'sche Sonate für Geige und Cello. (Mannheimer Morgen, Mannheim, April 2007) |
Daniel Müller-Schott und das BBC Scottish Symphony Orchestra „Der brillante, junge Cellovirtuose Daniel Müller-Schott erfüllte jede Wendung und jedes Detail des Cellokonzerts Nr. 1 von Saint-Saens mit funkelnder Klarheit“, schreibt Alan Cooper. Es war eine schiere Freude, sein scheinbar müheloses Meistern von Instrument und Musik zu erleben. Müller-Schott war der Einspringer für den indisponierten Heinrich Schiff, der als Dirigent und Solist für das Konzert am Freitagabend in Aberdeen angekündigt war. Zeitweise spannte er seine Hand über das Griffbrett seines Cellos, als wäre es eine Klaviertastatur, und bewegte sich darüber spinnengleich mit erstaunlicher Geschicklichkeit und Leichtigkeit. Dabei fügten sich Cello und Orchester auf wunderbare Weise ineinander. Besonders die Reflexionen der Cellostimme durch die Holzbläser waren einfach herrlich. (The Herald, Februar 2007) |
| Dann begann der Solist des Abends, Cellist Daniel Müller-Schott, Robert Schumann mit dem Konzert für Cello und Orchester in A-Moll, Op. 129, erneut in seine eigene Zeit einzubinden. Müller-Schotts geschmeidige Linien und sein sich wiegender Körper verzauberten die ihn umgebenden Musiker, als sich der wahre, verborgene Geist dieses Werkes, das zu den größten und charakteristischsten Meisterstücken Schumanns zählt, offenbarte.“ (Charles Donelan, Santa Barbara Independent, Januar 2007) |
| Dem Konzert für Violoncello in a-Moll op.
129 von Schumann gab Müller-Schott die Chance, mit feinen Effekten
die verworrene Virtuosität mit der Schumann das Werk ausgestattet
hatte, zu versehen. Eine hohe Kunstfertigkeit, die niemals dazu führt,
die musikalische Poesie zu schmälern, welche sich von der Inspiration
des Komponisten in einer als Konzertstück gedachten Komposition,
loslöst und einen musikalischen Diskurs im Dreierpack bietet.
Müller-Schott entwickelte sich meisterhaft dazu, um die technischen
Schwierigkeiten ganz natürlich und selbstverständlich zu überwinden.
Er bot eine Interpretation mit einem weniger bombastischen Ton, der
mit dem Orchester diskret im Dialog stand. Aufgrund des großen
Beifalles spielte der Solist als Zugabe eine großartige „Habanera“ von
Ravel. (Übersetzung aus dem Spanischen: Helena Heupgen) (Joaquìn Valdeòn, Das neue Spanien Januar 2007) |
| Cellosolist Daniel Müller-Schott und Dirigent David Stahl haben das Empfinden für den für Elgar so typischen Nobilmente-Stil. Müller-Schott ist ein erstrangiger Solist und sein Verständnis des Werkes ist bemerkenswert. Zusammen mit Stahls Affinität für britische Musik des 20. Jahrhunderts – und seinem erstklassigen Ensemble – ergab sich eine spektakuläre Kombination. Sie enthüllten das innere Wesen dieses ergreifend-dramatischen Werkes und trieben es voran bis zu seinem unvermeidlichen Finale. (William Furtwangler, Charleston Post Courier, Januar 2007) |
| Der Shooting-Star der Celloszene, Daniel Müller-Schott (Stuttgarter Zeitung, November 2006) |
| Leidenschaftlichkeit und Eleganz
Delikat temperamentvoller Cello-Klang und fulminant aufbereitetes Orchesterspektakel …die besondere Qualität des Abends wurde nicht zuletzt bestimmt durch einen jungen Solisten von bereits internationalem Rang, Daniel Müller-Schott: Technische Bravour und interpretatorische Kompetenz, Wissen um formale Notwendigkeiten und das Bedürfnis spielerischen Ausdrucks, dazu eine vertiefte Einsicht in die musikalische Vorlage und deren jugendlich-temperamentvolle Anverwandlung waren ideale Voraussetzungen für eine mitreißende Wiedergabe von Dvoraks Cellokonzert … Leidenschaft, Tiefe und Eleganz im bewegten wie bewegenden Wechselspiel unterschiedlichster Ausdrucksformen. (Neue Württembergische Zeitung, November 2006) |
…. Und Daniel Müller-Schott ist - das zeigt ein Blick in die Saisonvorschau - nur einer von vielen profilierten Solisten, die das Programm der Anrechtskonzerte zieren. Wenn auch ein besonders "angesagter": Kaum ein Musiker seiner Generation hat in den vergangenen Jahren eine ähnlich beeindruckende, stetige Karriere vorzuweisen. … In Koblenz stand für ihn Dvoraks Cellokonzert auf dem Plan: Eines der berühmtesten Repertoirewerke, von nahezu allen großen Cellisten für die Nachwelt eingespielt. Daniel Müller-Schotts Interpretation an diesen großen Vorgängern zu messen: Es wäre möglich, wenn auch wenig aufschlussreich. Er nähert sich diesem Paradepferd der Wunschkonzerte von einer sehr ausgeglichenen Warte, spart sich die Griffe in die Effektkiste für rare Momente auf - und gründelt ganz herrlich in den Tiefenregionen seines Instrumentes. Seine konzentrierte Unaufgeregtheit korrespondiert mit einer ständig unangefochtenen, sehr auf das Orchester lauschenden Interpretation: Seine Duett-Passagen mit dem Konzertmeister sind Handschläge des gemeinsamen, gleichberechtigten Musizierens. Dass Dirigent Raiskin als mittlerweile nicht mehr aktiver Bratschensolist ganz wunderbar mit Schott "mitatmet", ist eine echte Freude zum Zuhören und Zuschauen. (Rhein Zeitung, November 2006) |
„… Und dem Franzosen Berlioz stand sein Zeitgenosse Schumann gegenüber. In Essen nun zum dritten Mal vertreten mit dem Cellokonzert, das Daniel Müller-Schott nach Steven Isserlis und Truls Mork sehr kernig, markant, dunkel getönt ausleuchtete. Müller-Schott, der auch mit Anne-Sophie Mutter musiziert, ist dabei Schumann sehr nahe, ohne ein Schaumann zu sein. Und Eschenbach hat einfach den Sinn für den drängenden Atem dieser Musik. … (Westdeutsche Allgemeine Zeitung – Essen, November 2006) |
… der Solist, Daniel Müller-Schott, ist technisch und musikalisch brillant. Außerdem hat er eine faszinierende Art, rhythmische Überlagerungen zu erzeugen sowie schnelle und ungestüme Phrasen – selbst in langsamen Passagen – hervorstehen zu lassen. Diese Dualität fühlt sich sehr „schumännisch“ an. (MAGNUS HAGLUND Göteborgs Posten, September 2006) |
| Musik mit dem Frische-Siegel
Jugend zählt. Auch in der klassischen Musik findet ein Generationswechsel statt. Und die neuen Klassikstars sind nicht nur einfach jung, sie sind auch anders als ihre Vorgänger. Wunderbar zu erleben beim Kasseler Meisterkonzert mit der Geigerin Julia Fischer (23), dem Cellisten Daniel Müller-Schott (29) und dem Pianisten Jonathan Gilad (25). Zuerst einmal widerlegen die drei das Vorurteil, eine lange Lebenserfahrung sei für eine reife Interpretation großer Werke Voraussetzung. … was die drei an emotionaler Tiefe, auch an Wissen über den Menschen in dieser Komposition (Mozart Klaviertrio B-Dur) entdecken, lässt das Publikum im fast voll besetzten Blauen Saal der Stadthalle aufhorchen. … Wenn Daniel Müller-Schott im selben Satz (Larghetto) einen lang gezogenen Celloton so mit Leben erfüllt, dass er allein eine Geschichte erzählt. Und wenn die drei Musiker im konzertanten Schlusssatz auf engstem Raum von virtuosem Überschwang in zarteste Dialoge übergehen. Grundlage für all dies ist eine atemberaubende Instrumentaltechnik, über die alle drei verfügen. Diese Perfektion ermöglicht es ihnen, ganz unangestrengt die wirklich feinen Feinheiten der Musik zu entdecken. Etwas Spielerisches, ja Spaß beim Spiel, ist stets zu spüren. Er sorgt für Frische und bewahrt die Spieler davor, ins Manieristische zu verfallen oder zu forcieren. Eine neue Leichtigkeit. (Hessische Allgemeine, September 2006) |
Höhepunkt des Abends war jedoch Daniel Müller-Schotts Interpretation von Tschaikowskys Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester. Am berührendsten und einleuchtendsten spielte Müller-Schott immer dann, wenn es um die leisen Stellen ging, in der vorletzten Variation und besonders in der dann auf sie folgenden Kadenz. Da war auf einmal eine Spannung im Raum – und man saß da und hörte und hörte. (Stuttgarter Zeitung, September 2006) |
Pianist Bernd Glemser und Cellist Daniel Müller-Schott brillieren im Maulbronner Laienrefektorium: Künstlerische Einheit gebildet |
Der Cellist Daniel Müller-Schott
und Bernd Glemser Glemser, dem man die intensive Beschäftigung mit russischer Musik in jedem Takt anmerkt, ist der ruhende Pol dieses bei „Bernd Glemser und Freunde“ erstmals gemeinsam auftretenden Duos. Souverän in der manuellen Beherrschung setzt er unaufdringlich Akzente, während Müller-Schott emphatische Cellotöne beisteuert (Anm.d.Redak. Schostakowitsch Cellosonate) Die können wie im zentralen Largo beachtliche Suggestivkraft entwickeln, um dann im Finale sarkastisch unterfüttert zu klingen. Vielleicht noch mehr zu Hause fühlt sich der Cellist bei Bach, dessen C-Dur-Suite BWV 1009 er zum Auftakt ungemein lebendig musizierte, rhythmisch prägnant die unterschiedlichen Tanzcharaktere der Solosuite ausformend. … Daniel Müller-Schotts sowohl stets durchdachtes wie auch gefühlsmächtiges Spiel prägte auch den späten, im Konzertsaal eher unterrepräsentierten Brahms, der durch den direkten Zugriff des Duos dem Zuhörer nähergebracht wurde. (Pforzheimer Zeitung, September 2006) |
Die Streichinstrumente gerieten ins
Schwärmen Julia Fischer weiß, wen sie sich zum Zusammenspiel holt. So haben auch diese drei, Geigerin, Pianist und Cellist, vorzüglich zueinander gepasst. Es gelangen wunderbare Konzerte, zumal Müller-Schott für seine sensible, intensive Spielweise und sein herrliches Instrument (Matteo Gofriller, Venedig 1700) längst bekannt ist. Man begann mit Dvóraks e-Moll-Trio, ein reizend behutsamer Auftakt, das Cello schmeichelnd in schönstem Ton. … Nach der Pause Matthias Pintscher, der Schelm, mit „Svelto“. Der Titel bedeutet soviel wie „leichte Geschwindigkeit“. Wie gewohnt: alle Anforderungen an die Instrumente, das Anreißen der Saiten, die Minimal-Hochtöne, das Zirpen, nach solcher feinen Aggression auch ganz feine „Normaltöne“. Dann kamen Dreiergespräche zwischen den Instrumenten zustande – die kurze geistreiche Komposition wurde von allen Beteiligten aufs Beste verstanden und ausgeführt. Zum Schluss gab es Mendelssohn-Bartholdys d-Moll-Trio, eine Wiedergabe voll üppiger Romantik, bis zum Anschwärmen der Streichinstrumente untereinander. Die Lied- und Melodienseligkeit wurde es hier auch. Das Scherzo sprühte geradezu davon, aber das „Appassionato“, die Leidenschaft, beherrschen sie auch. (Frankfurter Neue Presse, September 2006) |
| Die Kammer-Hasardeure Rasende Waldgeister: Julia Fischer, Daniel Müller-Schott und Jean-Yves Thibaudet in der Alten Oper … Eine Uraufführung hatte das Trio in Petto, Matthias Pintschers Svelto (2006), das wie ein Maunzen in höchster Lage begann, sich langsam senkte, stückweise Bodenhaftung bekam und schließlich als seidenfellige Katzenmusik endete. Ein virtuoses Zuwerfen von kleinen Klangknäueln, ohne dass sich längere Fadenstücke abgelöst hätten. Im Scherzo des Mendelssohn-Klaviertrios, dieser Miniatur-SommernachtstraumMusik, ließen die drei Musiker die zappeligen Waldgeister auf hoher Geschwindigkeit touren und so den historischen Widergänger Pintschers durchblicken. Nach dem (das Publikum zu Jubelstürmen hinreißenden) Finalsatz, der einen außer sich geratenen Mendelssohn-Bartholdy präsentierte, setzten die drei noch eins drauf mit dem Scherzo aus Dmitrij Schostakowitschs 1. Klaviertrio. (Frankfurter Rundschau, September 2006) |
Im zweiten Konzert musizierten Fischer, Thibaudet und der Cellist Daniel Müller-Schott Dvoráks "Dumky"-Trio und Mendelssohns d-Moll-Trio op. 49 überwältigend lebenssprühend und detailpoetisch, so wach wie intuitiv. … In Matthias Pintschers uraufgeführtem "Svelto" einer achtminütigen Auftragskomposition der Alten Oper, schien gerade Schostakowitschs aufsässig virtuoser Satz, aber auch das rasante Scherzo aus Mendelssohns d-Moll-Trio aufgegriffen und im Tempo ins Wahnsinnige überdreht. Im Zeitraffer und fast immer im Pianissimo flogen dem Zuhörer Klangfetzen und -punkte um die Ohren, spitzten sich böse Bisse à la Schostakowitsch zu Granatsplittern zu. Es war, als lösten sich Bühnenfiguren im Vorrüberrasen auf. Julia Fischer und ihre beiden Freunde mussten höllisch aufpassen, um sämtliche Klanggesten und Pausen zu erhaschen und zu koordinieren - eine Herausforderung, die sie glänzend meisterten. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, September 2006) |
Musikfestival In Trio-Konzerten muss oft ein Partner hinter den anderen zurücktreten - und das ist meistens der Pianist. Nicht so beim zweiten Konzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) auf Gut Pronstorf. Violinistin Julia Fischer, Pianistin Milana Chernyavska und Cellist Daniel Müller-Schott gelang ein Konzert, bei dem alle drei Instrumente gleichberechtigt zur Geltung kamen. Doch das war nicht nur der klugen Wahl der Stücke zu danken, sondern vor allem dem außerordentlich harmonischen Zusammenspiel, das spürbar von gegenseitiger Achtung geprägt war. … Als Höhepunkt wählten die drei Musiker mit dem Klaviertrio a-Moll von Maurice Ravel ein komplexes, vielfarbiges Stück. Mit strahlenden Blicken und ebensolchem Lächeln spornten sie einander an und geleiteten sich gegenseitig durch das vertrackte Werk. (Hamburger Abendblatt, August 2006) |
Kontrolle und Eruption Was ist nicht schon alles unternommen worden, um der vermeintlich siechen klassischen Musik neuen Odem einzuhauchen: Crossover, peppig getunte "Jahreszeiten" von Vivaldi, für echte und vermeintliche Marktlücken sorgsam konstruierte Karrieren. Um letztlich feststellen zu müssen, dass nur die gründliche Auseinandersetzung mit dem Werk Bestand hat. Die führt dann zu so aufregenden Erlebnissen wie dem Trioabend von Julia Fischer, Daniel Müller-Schott und Milana Chernyavska beim letzten der diesjährigen Weilburger Schlosskonzerte. … Die Geigerin Julia Fischer und der Cellist Daniel Müller-Schott besitzen neben ihrer vollkommenen technischen Souveränität eine verblüffende Selbstverständlichkeit im Umgang mit der klassisch-romantischen Musiksprache. Dies gestattete ihnen in der Weilburger Schlosskirche beim eingangs musizierten Mozart-Trio B-Dur KV 502 eine Ökonomie des Ausdrucks, die frappierende Wirkungen zeigte. Die perfekte Beziehung von Dynamik, Agogik und Intonation schien melodische Verläufe immer von neuem aus ihrem formalen Kontext zu befreien, konzedierte ihnen eine Eigendynamik, die eigentlich erst in Kompositionen des 20. Jahrhunderts zu finden ist. ... nach der Pause wirkungssicher Franz Schuberts Klaviertrio B-Dur op. post. 99, hinsichtlich des kammermusikalischen Zusammenspiels sicher die Krönung des Abends. Jugend schützt vor Reife nicht: Was hier an Empfindungen ausgemessen und dargestellt wurde, faszinierte ebenso wie das untrügliche Gespür der Solisten für die jeweils sinnfälligste Nuance. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, August 2006) |
Feinste Nuancen und furioses Spiel paarten
sich … wenn man Julia Fischer zusammen mit dem ebenfalls früh preisgekrönten Cellisten Daniel Müller-Schott spielen hört, dann fällt oft das Schlagwort vom „Traumpaar der Klassik“… Mozarts Trio G-Dur gefiel in zügigem Tempo des Allegro und einem energievoll gestalteten Schlusssatz. Der Sprung von Mozart zu Ravel hätte größer nicht sein können. Hochexpressive Klangwelt: harte Kontraste zwischen traumverloren schwebenden musikalischen Bildern und mächtig zupackenden Akkorden von orchestraler Wucht …. Franz Schuberts Trio Nr.1: Deklamatorische Tempowechsel im temperamentvoll und dynamisch gespielten ersten Satz, seelenvolles Cellospiel und zarte Violinfarben im langsamen Teil, einer fein ausgefeilten Träumerei, in der das musikalische Gespür der Künstler in abgestimmtem Zusammenspiel wunderschön zum Tragen kam. Homogenität und Ausdruckwille paarte sich in dem romantischen Werk aufs Beste. (Giessener Anzeiger, August 2006) |
So perfekt Baiba Skride und Daniel Müller-Schott in den bis zur Unhörbarkeit gehenden Linien der Twombly-Nachzeichnung von Pintscher harmonierten und eine famose, dichte und zugleich leuchtend klare Wiedergabe zu Stande brachten, so disparat schienen die Mozartbeiträge. … Daniel Müller-Schott, als Cellist ein erster Vertreter seines Solofachs, als Kammermusiker erfahren durch sein Spiel mit Anne-Sophie Mutter und André Previn, weiß nobel, aristokratisch, elegant die Linien in der Tiefe zu ziehen - geschmeidig und satt in der Schönheit des Tons. (Salzburger Nachrichten, August 2006) |
| Bei dem Konzert von Dvorák konnte man mit einem glanzvollen Solisten rechnen, der mit einer energischeren und weniger zurückhaltenderen Begleitung des Orchesters noch mehr brilliert hätte. Mit dichtem Klang und reich an Harmonien und mit einer sehr detaillierten Phrasierung meisterte Müller-Schott die mannigfaltigsten Passagen und löste mit Bravour die Doppelgriffpassagen. (Diario De Sevilla, Juni 2006) |
Spannender Prozess Daniel Müller-Schott, der inzwischen längst unwidersprochen zur ersten Riege der Cellisten zählt, diese Momente der persönlichen Verdeutlichung ganz dezidiert einbrachte. Er widmete sich der klanglichen Ausformung jedes Tons, jeder kleinen Phrase und macht jede Wendung zur sprechenden Geste. …. Das in seinen Welten von auf den Kopf gestellter Einsamkeit, surrealen Querschlägern und rüder Lebenslust hin- und mitreißende e-Moll-Trio von Schostakowitsch geriet ebenso luzide wie, vor allem im herausfordernd verhalten genommenen Schlusssatz, wuchtig. Das Lauernde dieses Satzes, das Verstellte und damit fremd Bedrohliche wurde zum spannenden Prozess. (Süddeutsche Zeitung, Juni 2006) |
Mit Gefühl und Tiefe Daniel Müller-Schott, fraglos einer er Besten seiner Generation, hatte zielstrebig und schlicht Gefühl und Tiefe. Die Wärme seines Klangs ist nicht Lackierung, sondern kommt aus dem Kern. Als er in Brahms op. 38 die Arpeggio-Ausbrüche anpackte, kam das einem Erdbeben gleich. (tz, Juni 2006) |
Jung beseelt und abgeklärt Wenn Daniel Müller-Schott am Cello sitzt, beseelt und abgeklärt, und seinen Bach mit geschlossenen Augen zelebriert, dann könnte man vergessen, wie jung er noch ist. Trotzdem kennt er längst alle technischen Kniffe und kurvt völlig unverkrampft durch die Seiten der allerschwierigsten Literatur. Das stellt er eindrucksvoll mit Bernd Alois Zimmermanns als fast unspielbar geltender Sonate „Und alles Vornehmen unter diesem Himmel hat seine Stunde“ unter Beweis. … Seine Interpretationen sind charaktervolle Klangskulpturen, ruhig und bedacht und ohne modische Schnörkel auf den Punkt gebracht, der kühle Vernunft mit betörender Empfindsamkeit zu paaren scheint. Nirgends wurde das am Freitag deutlicher als in B. Brittens Suite, die elegant und tiefsinnig, sonor und licht, tänzerisch und völlig uneitel durch den Konzertsaal schwebte. (Münstersche Zeitung Juni 2006) |
Cello-Virtuose Daniel Müller-Schott eroberte die Herzen "Hochkarätig" ist die Vokabel, die das vierte Meisterkonzert mit dem Münchner Cellisten Daniel Müller-Schott angemessen beschreibt. Der 29-Jährige trat am Mittwochabend im Remscheider Teo Otto Theater vor seine Zuhörer, die ihm und seiner eigenen Musiksprache vom ersten Bogenstrich bis zum Schlussakkord gebannt folgten. Jugendliche Frische vereinte sich mit reifer Ausdruckskraft zu einem künstlerischen Erlebnis besonderer Güte. (Remscheider Anzeiger Juni 2006) |
Mit Bach, Britten und Cellobogen … in Johann Sebastian Bachs erster Solosuite in G-Dur war jedes Detail durchgestaltet. Ohne den Sechs-Sätzer unziemlich zu romantisieren, erfüllte Müller-Schott Bachs melodische Bögen mit Leben. Jede Phrase wurde aus der Stille heraus entbunden und wuchs heran, um am Ende im Nichts zu verklingen. Das wirkte nicht nur vital, sondern auch äußerst gepflegt - zumal, wenn der Solist seinen Bogen mit tänzerischer Grazie über die Saiten springen ließ. … Wie authentisch "moderne" Klangeffekte wirken können, zeigte die Gegenüberstellung mit zwei Werken von Penderecki und Benjamin Britten. … Da konnten sich Müller-Schotts Technik und Musikalität passioniert Bahn brechen. Ob mit Springbogen oder klangvollen Pizzicato-Akkorden, blitzschnell gleitenden und doch tonlich abgesetzten Passagen oder intensiver Chromatik - in diesem Schwergewicht wurde sie wirklich zum Ereignis, diese atmosphärische Dichte. (Rheinische Post, 2. Juni 2006) |